Chronik

Langjährige Halleiner Kulturstadträtin Sampl-Schiestl geht

Die ÖVP-Politikerin tritt ihr Mandat in der Gemeindevertretung nicht an.

Erst im Dezember wurde Kulturstadträtin Eveline Sampl-Schiestl von der Gemeindevertretung zur Vizebürgermeisterin gewählt. Jetzt hat sie sich wie Max Klappacher aus der Stadtpolitik verabschiedet. SN/sw/petry
Erst im Dezember wurde Kulturstadträtin Eveline Sampl-Schiestl von der Gemeindevertretung zur Vizebürgermeisterin gewählt. Jetzt hat sie sich wie Max Klappacher aus der Stadtpolitik verabschiedet.

Der Verzicht der ÖVP auf das Kulturressort ließ es bereits vermuten, jetzt ist es fix: Die langjährige ÖVP-Kulturstadträtin Eveline Sampl-Schiestl zieht sich aus der Stadtpolitik zurück. "Ich habe Florian Scheicher mitgeteilt, dass ich mein Mandat nicht antreten werde", sagt Sampl-Schiestl.

Als einfache Gemeindevertreterin könne sie die Kultur nicht mehr so gestalten, wie sie es in den "zehn schönen Jahren" als ressortzuständige Stadträtin getan habe. "Ich bin ein gestaltender Mensch, insofern ist es der richtige Zeitpunkt, um aufzuhören." In der Zeit seit der Wahl habe sie viele Worte der Unterstützung erhalten. "Es ist schön zu hören, dass es dieses oder jenes Projekt ohne einen nicht gäbe", sagt Sampl-Schiestl.

In den Ressortverhandlungen mit der SPÖ nach der Wahl soll die ÖVP dem Vernehmen nach wenig Interesse am Kulturressort gezeigt haben. Der neue ÖVP-Vizebürgermeister Florian Scheicher bezeichnet Sampl-Schiestl als "politisches Urgestein mit vielen hervorragenden Ideen". Dass er sein Amt nur unter der Bedingung angetreten habe, dass sich sowohl Sampl-Schiestl als auch Max Klappacher zurückziehen, bestätigt Scheicher nur indirekt: "Richtig ist, dass ich als Antwort auf die ÖVP-Niederlage eine möglichst breite Neuaufstellung gefordert habe."

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