Chronik

Lautstarker Protest für das Klima in der Stadt Salzburg

Rund 800 Menschen beteiligten sich am Freitagnachmittag in der Stadt Salzburg am weltweiten Klimastreik von Fridays for Future. Die Themenpalette der Forderungen war lang. Sie reichte vom Nein zum Ausbau der Mönchsberggarage bis zu einem Embargo für Öl- und Gasimporte aus Russland.

Angesichts des Krieges in der Ukraine forderten am Freitag Fridays-for-Future-Kundgebungsteilnehmerinnen und -teilnehmer auch in der Stadt Salzburg ein Embargo auf russisches Öl und Gas. Das sei herausfordernd, aber unausweichlich, denn mit Öl- und Gasimporten würde der russische Angriffskrieg mitfinanziert, hieß es. "Wir haben heute ein starkes Zeichen dafür gesetzt, dass man die größten Krisen dieser Welt nicht ignorieren kann, sondern gemeinsam denken muss", erklärte Klimaaktivistin Anika Dafert aus Radstadt. Nach Auskunft der Polizei beteiligten sich rund 800 Menschen an der Demonstration quer durch die Stadt Salzburg - vom Hauptbahnhof bis zum Residenzplatz.

"Wir haben keinen Bock mehr darauf"

"Wir haben keinen Bock mehr darauf, dass die Politik erst tolle Versprechen macht, dann aber doch irgendwelche fossilen Projekte unterstützt", meinte der Student Flo (21). Kritik gab es am geplanten Ausbau der Mönchsberggarage. "Dass solche Projekte überhaupt diskutiert werden, macht mich völlig fassungslos. Hat der Bürgermeister die Ernsthaftigkeit der Klimakrise immer noch nicht realisiert?", meinte Schüler Hiroyuki Shima (17). Dass dieser Ausbau zu noch mehr Autoverkehr führen werde und damit die Klimakrise noch weiter anheize, sei offensichtlich. Schülerin Lena Müller (15): "Mit dem Ausbau der Mönchsberggarage wird unsere Zukunft verbaut. Das können wir nicht einfach so hinnehmen!"

"Wir dürfen keine weiteren fossilen Subventionen schaffen"

Kritik gab es auch am Entlastungspaket der Bundesregierung. Während für das Pendlerpauschale 400 Millionen Euro bereitgestellt würden, seien es bei den Öffis nur 150 Millionen Euro. "Wir dürfen jetzt keine weiteren fossilen Subventionen schaffen. Wir brauchen Rahmenbedingungen, die uns langfristig und sozial gerecht aus den vielen Krisen unserer Zeit bringen. Klima-, Sozial- und Friedenspolitik müssen jetzt Hand in Hand gehen", forderte Aktivistin Anika Dafert. Biologin Nina Köberl (41) meinte: "Auch wir Erwachsenen müssen endlich raus aus alten Gewohnheiten und von der Jugend lernen - nämlich dass wir so nicht weitermachen können. Zudem zerstören wir damit ja in erster Linie deren Zukunft."

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