Chronik

Lawine erfasste Schüler auf Piste in Neukirchen: Verfahren eingestellt

Sechs Jugendliche wurden Anfang Jänner von den Schneemassen getroffen. Die Staatsanwaltschaft sah keinen Sorgfaltsverstoß.

Symbolbild. SN/APA/JAKOB GRUBER
Symbolbild.

Nach einem Lawinenabgang auf eine Skipiste in Neukirchen Anfang Jänner - vier Schüler wurden zum Teil verschüttet - ermittelte die Salzburger Staatsanwaltschaft gegen drei Mitglieder der örtlichen Lawinenkommission und einen Mitarbeiter der Bergbahn. Das Verfahren wurde kürzlich eingestellt. "Es konnte kein Sorgfaltsverstoß bei der Einschätzung der Gefahr nachgewiesen werden", sagte Marcus Neher, Sprecher der Staatsanwaltschaft, unter Verweis auf das Gutachten eines Sachverständigen.

Verschüttete wurden rasch geborgen

Der Vorfall ereignete sich am 9. Jänner. Insgesamt waren sechs Skifahrer aus Deutschland im Alter von 16 und 17 Jahren von Ausläufern der Schneebrettlawine erfasst und über den Pistenrand hinaus über eine Böschung gerissen. Vier davon wurden zum Teil verschüttet - sie wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Nachfolgende Skifahrer und die übrigen Mitglieder der Schülergruppe hatten die Jugendlichen rasch ausgegraben.

Schneebrett löste sich unter Bergstation

Die Lawine überwand einen Höhenunterschied von rund 500 Meter. Das Schneebrett löste sich unterhalb der Bergstation des Skigebietes am Wildkogel im Wiesbachgraben. Die Ausläufer trafen den Skiweg auf der Talabfahrt nach Neukirchen, der den Graben querte.

Quelle: SN, Apa

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