Chronik

Leiche in Tonne versteckt: Verteidiger meldete Rechtsmittel an

Die 62-Jährige war in der Vorwoche zu sieben Jahren unbedingt verurteilt worden. Ihr Verteidiger meldete Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an.

In der Vorwoche wurde der Prozess am Landesgericht verhandelt.  SN/APA/BARBARA GINDL
In der Vorwoche wurde der Prozess am Landesgericht verhandelt.

Im Fall eines 73-jährigen Pensionisten aus Mattsee (Flachgau), der tot in einer Tonne entdeckt worden war, geht das Strafverfahren in die zweite Instanz. Der Verteidiger der 62-jährigen Deutschen, die in der Vorwoche am Landesgericht Salzburg wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgang zu sieben Jahren unbedingter Haft verurteilt wurde, meldete Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an.

Die Angeklagte soll Anfang Juni 2017 ihrem Lebensgefährten im Salzburger Flachgau sechs Schlaftabletten verabreicht haben - ihren Aussagen nach, weil ihr die Sexspiele zu viel wurden. Der Freund starb, allerdings konnte die Todesursache wegen der starken Verwesung der Leiche nicht geklärt werden. Weil die Frau in Deutschland wegen Betrugsdelikten gesucht wurde, wollte sie mit der Polizei nichts zu tun haben und versteckte die Leiche in einer Kunststoff-Tonne in der Garage des Pensionisten. Der Tote wurde erst Ende Juni 2017 entdeckt und die Deutsche festgenommen.

OGH muss sich mit Nichtigkeitsbeschwerde befassen

Die Geschworenen waren sich am vergangenen Mittwoch bei dem Prozess in Salzburg einig, dass sich die Deutsche auch der Verbrechen der Störung der Totenruhe, des schweren Diebstahls und des gewerbsmäßig schweren Betrugs, dem Vergehen der Urkundenfälschung, der Urkundenunterdrückung und der Entfremdung unbarer Zahlungsmittel schuldig gemacht hat. Lediglich in einem Betrugsfaktum gab es einen Freispruch.

Der Staatsanwalt verzichtete auf Rechtsmittel. Mit der Nichtigkeitsbeschwerde von Verteidiger Johann Eder muss sich der Oberste Gerichtshof befassen, mit der Strafberufung das Oberlandesgericht Linz.

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