Chronik

Letzte Paddel-Saison an der Mur?

Die Ramingsteiner wehren sich gegen das geplante Wasserkraftwerk an der Mur, nicht nur des Wildwassersports wegen. Sie fürchten um die Umwelt.

Am letzten Aprilwochenende startete die Wildwassersaison im Lungau. Möglicherweise eine der letzten, denn die Salzburg AG plant im Ortsbereich von Ramingstein ein Wasserkraftwerk an der Mur. Ein 8 km langer Treibwasserstollen soll dazu dienen am Ende eine Leistung von 24 MW zu erzielen. Das Problem dabei: Die 12km lange Ausleitungsstrecke der Mur würde lediglich eine Restwassermenge von 3 Kubikmetern pro Sekunde liefern. Zu wenig für den Paddelsport. Die Ramingsteiner fürchten aber auch um ihre Umwelt. "Es handelt sich hier um einen der letzten naturnahen Flüsse Österreichs.", so der Sprecher der Plattform "Lebensader Mur", die sich gegen den Bau des Kraftwerks wehrt. Der aufwändig errichtete Murradweg würde laut Mitgliedern der Plattform auch an Charm verlieren, und die vielen Fliegenfischer, die auch aus den Nachbarländern anreisen, um den noch hohen Fischbestand zu nutzen, würden nur noch leere "Rinnserl" vorfinden. Im Lungau wurden bereits 5000 Unterschriften gegen den Bau des Kraftwerks gesammelt. Bis es zu einer Entscheidung kommt wird weiterhin fleißig gepaddelt. Am 30. April sowie am 1. Mai heißt es in der Umgebung Ramingstein "anpaddeln and more". Einheimische Paddler führen Sie auf dem etwas anderen Weg durch den Lungau.

Quelle: SN

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