Chronik

Lieferinger beklagen Postpartner-Service

Der derzeitige Postpartner am Forellenweg hat von Montag bis Freitag jeweils nur fünf Stunden lang geöffnet. Längere Öffnungszeiten seien wirtschaftlich nicht tragbar, heißt es vom Anbieter. Ein Trafikant würde gerne einspringen und länger offen halten.

"Für einen berufstätigen Menschen sind die Öffnungszeiten des Postpartners schlicht unzumutbar", ärgert sich der Herr in der Trafik von Oliver Mudri in der Eugen-Müller-Straße. Besagter Postpartner am anderen Ende des Forellenwegs, "Nora-Möbel" der Firma Istikbal, bietet Postdienste Montag bis Freitag von 9.30 bis 14.30 Uhr an. "Wie soll ich da meine Post abholen können, ohne mir extra freinehmen zu müssen", fragt er.

Die vergleichsweise kurzen Öffnungszeiten als Postpartner erklärt Turgut Akgün von Nora-Möbel so: "Die Entschädigung, die wir von der Post erhalten, reicht vorne und hinten nicht aus. Wir haben nun eine Halbtagskraft angestellt, unterm Strich bleibt jedoch null übrig. Wenn wir die Öffnungszeiten für den Postshop ausdehnen, dann wird das wirtschaftlich für uns ein Minusgeschäft, da zahlen wir drauf", gibt er zu bedenken.

Post vergütet österreichweit einheitlich

Diese Argumentation kann Post-Pressesprecher Michael Homola nicht nachvollziehen: "Es gibt österreichweit eine einheitliche Vergütung. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung können wir immer schon im Vorfeld unseren Partnern genau sagen, wie viele Handgriffe nötig sind und welches Kundenaufkommen zu bewältigen ist. Daraus errechnet sich die Provision, die wir bezahlen. Wir gehen stets von einer realistischen Schätzung aus."

Trafikant Mudri hätte hingegen die perfekte Lösung parat: "Ich bin ohnehin bereits Paket-Shop, nehme also die Sendungen der Paketdienste entgegen, wenn die Leute nicht zu Hause sind. Viele aus der Nachbarschaft lassen sich von vornherein ihre Postsendungen an meine Adresse schicken. Ich nehme die Pakete entgegen, unterschreibe, bin voll haftbar und bekomme keinen Cent dafür. Also könnte ich sehr gut auch gleich Postpartner werden", betont er. Zumal er wenigstens dafür ein kleines Entgelt bekäme und seine Öffnungszeiten großzügig sind. "Ich habe täglich von 7 bis 18 Uhr geöffnet und am Samstag bin ich auch da."

Zwei Mal hat er bereits bei der Post angefragt, die Antwort ist sie ihm jedoch bis heute schuldig geblieben. Auf Nachfrage der Stadt Nachrichten erklärt Homola: "Die erste Anfrage von Herrn Mudri haben wir abgelehnt, weil bereits der andere Postpartner feststand. Offenbar hat ihn diese Absage nicht erreicht, ebenso wenig wie uns anscheinend sein zweiter Antrag nicht erreicht hat", bedauert er. Inzwischen ist der Kontakt zustande gekommen, ein Gesprächstermin wurde für Donnerstag, 21. Juni, vor Ort vereinbart.

Aufgerufen am 18.10.2018 um 12:44 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/lieferinger-beklagen-postpartner-service-29232661

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