Chronik

Lofer: Ursache für Großbrand in Sägewerk geklärt

Eine Verkettung unglücklicher Umstände ließ den Brand im Sägewerk Färbinger in Lofer in der Nacht auf Mittwoch schnell um sich greifen. Die Ursache scheint geklärt.



Einen Tag nach dem Großbrand im Sägewerk Färbinger in Lofer scheint Klarheit über die Brandursache zu herrschen. "Wir arbeiten nach dem Ausschlussprinzip", sagt Sachverständiger Martin Dickenberger. Und so tippt er auf einen elektrischen Defekt. Für andere Brandursachen wie Reibungswärme oder Blitzschlag habe er keine Spuren gefunden.

"In der Paketierhalle, wo der Brand ausgebrochen ist, befanden sich elektrische Geräte. Hier haben wir auch Schmelzperlen gefunden," sagt Dickenberger. Diese Perlen könnten auf einen Kurzschluss oder einen Kabelbrand hinweisen. Die Polizei wird die nächsten Tage weiter ermitteln, um eine Brandstiftung auszuschließen.

Dass sich der Brand so schnell ausgebreitet hat sei auf eine Verkettung unglücklicher Umstände zurückzuführen, erklärt Dickenberger. "In dem Sägewerk waren überall Holzstaub und Späne, die sind sehr leicht brennbar." Die Hallen waren außerdem mit einer Dachkonstruktion verbunden, die als Brücke für das Feuer dienten. Der Wind war ein weiterer Brandbeschleuniger.

Dabei hätte es noch schlimmer kommen können: "Wäre der Wind von einer anderen Richtung gekommen, hätte der Brand leicht auf andere Gebäude übergreifen können." Das hat die Feuerwehr im letzten Moment verhindert.

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