Chronik

Loferer Heimathaus wird zum Haus der Vereine

Die einzige Bürgergarde des Pinzgaus bekommt nach 190 Jahren erstmals eigene Räumlichkeiten.

Mitglieder der Loferer Bürgergarde bei eiern kurzen Arbeitspause für den Fotografen (Scheibtruhe: Peter Wimmer).Bild: Walter schweinöster SN/sw
Mitglieder der Loferer Bürgergarde bei eiern kurzen Arbeitspause für den Fotografen (Scheibtruhe: Peter Wimmer).Bild: Walter schweinöster

Eifrig werken derzeit die Mitglieder der Bürgergarde Lofer an der Umgestaltung von zwei Räumlichkeiten im Heimathaus. Aus der Küche mit dem alten Herd, der bestehen bleibt, wird ein Aufenthaltsraum, daneben entsteht ein Raum für das Archiv.

Die Bürgergarde, angeführt von Peter Wimmer, der den langjährigen Hauptmann Waldemar Stainer vor Kurzem ablöste, wurde gegründet, um die Bürgerschaft bei festlichen Empfängen würdig zu vertreten. Bei Fronleichnams-Prozessionen marschiert sie neben dem Traghimmel, deshalb die Bezeichnung "Himmelschützen". Ursprünglich bestand die Garde aus zwölf Mitgliedern, heute aus 15 Männern. Nicht selten wird sie bei Umzügen wegen ihrer Uniform als "Franzosen" angesprochen. Die genaue Herkunft ist nicht bekannt. Sie dürfte aus Beständen eines altösterreichischen Infanterie-Regiments aus der Franzosenzeit stammen, das nach französischem Vorbild uniformiert war. Die Uniformen und somit die Mitgliedschaft blieben bis heute innerhalb einer Familie.

Mit dem Einzug der Bürgergarde wird das Heimathaus zum "Haus der Vereine". Die Bauernschützen Lofer und der Obst- und Gartenverein sind schon vor Jahren eingezogen. Auch der Trachtenverein "D'Stoaberger" und die Loferer Bäuerinnen können es nutzen. Das Heimathaus Lofer befand sich bis 1986 im Besitz der Familie Stainer und wurde als Wohn- und Gästehaus genützt. Die letzte Besitzerin Cäcilia Stainer vererbte es der Gemeinde.

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