Chronik

Luftgüte in Salzburg: Lockdown-Effekt ist vorbei

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Stickstoffdioxidwerte im März 2021 deutlich gestiegen. Doch langfristig ist die Entwicklung positiv.

Die mittleren Temperaturen im heurigen März in Mattsee lagen um 0,5 Grad Celsius über den März-Mittelwerten von 1981 bis 2010. SN/lmz/otto wieser
Die mittleren Temperaturen im heurigen März in Mattsee lagen um 0,5 Grad Celsius über den März-Mittelwerten von 1981 bis 2010.

Die Konzentrationen des verkehrsbedingten Schadstoffs Stickstoffdioxid lagen im heurigen März deutlich über dem Niveau von März 2020, dem Monat des ersten coronabedingten Lockdowns. Die größte Zunahme gab es an der Tauernautobahn in Hallein mit 34 Prozent. Der langfristige Trend ist aber weiterhin rückläufig. Das geht aus dem aktuellen Monatsbericht zur Luftgüte für März 2021 vom Referat Immissionsschutz hervor.

Die mittleren Temperaturen im heurigen März in Mattsee lagen um 0,5 Grad Celsius über den März-Mittelwerten von 1981 bis 2010. Auch an den anderen verkehrsnahen Messstellen wurden vergleichsweise höhere Werte als im März 2020 gemessen, so zum Beispiel am Rudolfsplatz in der Stadt Salzburg mit plus 32 Prozent und in Salzburg an der Westautobahn mit plus 17 Prozent.


Langfristiger Trend zeigt rückläufige Stickstoffdioxidwerte

"Der Grund liegt darin, dass im März 2020 durch die strengen Maßnahmen des ersten Lockdowns das Verkehrsaufkommen extrem niedrig war und dadurch auch die Stickstoffdioxidwerte auf ein Rekordniveau absanken", erklärt Alexander Kranabetter, Leiter des Referats Immissionsschutz. Aber auch der langfristige Stickstoffdioxid-Trend zeigt weiterhin deutlich rückläufige Werte. Im Vergleich zum März-Mittelwert der vergangenen fünf Jahre liegt der Rückgang an verkehrsnahen Messstellen zwischen 15 und 20 Prozent. Dies ist vor allem auf die deutlich verbesserten, schadstoffärmeren Dieselmotoren zurückzuführen.

Winterliche Feinstaubsaison geht zu Ende

Ende März bedeutet auch immer das Ende der winterlichen Feinstaubsaison. Die milderen Temperaturen lassen ab April kaum mehr höhere Feinstaubkonzentrationen zu. Zwischen April und Dezember treten nur noch vereinzelt Tage mit höheren Feinstaubwerten auf. Im heurigen März gab es zwei Tage mit erhöhten Feinstaubkonzentrationen. "Man kann also für das Jahr 2021 schon sagen, dass die Feinstaubgrenzwerte mit hoher Wahrscheinlichkeit wiederum eingehalten werden", so Kranabetter.

Zwei Phasen mit arktischer Luft

Im heurigen März gab es unterschiedliche Temperaturverhältnisse. Die mittleren Temperaturen lagen in Saalbach um 0,8 Grad Celsius unter und in Mattsee um 0,5 Grad Celsius über den Klimamittelwerten von 1981 bis 2010. Die Niederschlagsmengen reichten von 18 Prozent in Mariapfarr bis 88 Prozent in Radstadt. Es wurden neun bis 19 Tage mit Niederschlag aufgezeichnet. Die Sonnenstunden erreichten 86 Prozent bis 126 Prozent der Klimawerte. Zum Monatsbeginn, zur Monatsmitte und am Monatsende gab es eine milde Witterung mit viel Sonnenschein. Zwischendurch brachten zwei Phasen mit arktischer Luft Schneefall bis in die Niederungen.

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