Chronik

"Mächtige Männer wirken sexy, Frauen eher negativ"

Lamprechtshausen steht am 24. September vor einer historischen Wahl. Drei Frauen rittern um das höchste Amt im Ort. Und: Sie vertragen sich.

Sonja Widmann (SPÖ), Marina Kaltenegger (FDL) und Andrea Pabinger (ÖVP, v.l.) treten in Lamprechtshausen zur Wahl an. OBERHUMMER SN/oberhummer
Sonja Widmann (SPÖ), Marina Kaltenegger (FDL) und Andrea Pabinger (ÖVP, v.l.) treten in Lamprechtshausen zur Wahl an. OBERHUMMER

Lamprechtshausen erhält erstmals eine Bürgermeisterin. Österreichweit sind Frauen in der Politik aber in der Minderheit, im Parlament stellen sie ein Drittel der Abgeordneten. Demokratieforscherin Kathrin Stainer-Hämmerle spricht über die Ursachen.

Frau Stainer-Hämmerle, warum gibt es immer noch so wenig Frauen in politischen Spitzenpositionen? Kathrin Stainer-Hämmerle: Weil es keine Vorstellungen von weiblicher Macht gibt. Frauen, die sich in der Wirtschaft oder in der Politik durchsetzen wollen, sind als Männer verkleidet. Angela Merkel wiederum wird zur Mutti, zum geschlechtslosen Wesen. Attraktive Frauen wie Pamela Rendi-Wagner oder Sophie Karmasin werden kaum gewählt. Eine Frau, die in einer Diskussion selbstbewusst auftritt, wird negativ wahrgenommen. Bei einem Mann wirkt solch ein Auftreten sexy.

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