Chronik

Mann soll in Salzburg jahrelang die Tochter misshandelt und die Ehefrau vergewaltigt haben: Drei Jahre Haft

Am Landesgericht Salzburg wurde am Montag ein Prozess gegen einen 39-jährigen Kraftfahrer fortgesetzt, der gegen seine Tochter sowie seine mittlerweile geschiedene Ehefrau wiederholt Gewalt ausgeübt haben soll. Die - damalige - Gattin soll er bedroht und vergewaltigt, die Tochter wiederholt misshandelt , geschlagen und ebenso ein Mal sexuell attackiert haben.

Symbolbild.  SN/apa
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Laut Anklage soll der 39-Jährige mit serbischen Wurzeln seine ehemalige Partnerin vergewaltigt und geschlagen haben. Zudem habe er an seiner Tochter, als sie 14 Jahre alt war, geschlechtliche Handlungen vorgenommen, ihr - wie der Ehefrau - mit dem Tode gedroht und sie ebenfalls geschlagen.

Die Palette der Vorwürfe ist lang: Vergewaltigung, fortgesetzte Gewaltausübung, sexueller Missbrauch von Jugendlichen, Körperverletzung, gefährliche Drohung und Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses. Die Tatzeiträume betreffen die Jahre von 2004 bis 2019. Der Beschuldigte war bisher großteils nicht geständig.

In der Fortsetzung des bereits im Dezember 2021 eröffneten Prozesses wurden nun am Montag einige Zeugen befragt. Der Vater des 39-Jährigen etwa erklärte, er habe nicht mitbekommen, dass sein Sohn dessen Tochter und Gattin geschlagen hätte. Eine Sozialarbeiterin, die die Familie in Salzburg betreute, hatte den Eindruck gewonnen, dass die Beziehung des Angeklagten zu seiner damaligen Frau "nicht so gut" war, wie sie erzählte. Die Mutter habe die Tochter mit einem Stock geschlagen. Gewalt seitens des Angeklagten, so die Sozialarbeiterin im Zeugenstand, sei aber kein Thema gewesen. "Es war zu merken, dass er eine intensivere, enge Beziehung zu der Tochter hatte. Die Mutter war mit der Situation überfordert."

Laut einem weiteren, den beiden Frauen nahestehenden Zeugen, habe ihm die Tochter erzählt, dass sie von ihrem Vater geschlagen worden sei; überdies habe ihr auch die Mutter berichtet, vom Angeklagten misshandelt worden zu sein.

Am Nachmittag verurteilte der Schöffensenat den Angeklagten zu drei Jahren unbedingter Haft. Unter anderem ein Freispruch erfolgte dabei zum Vorwurf der fortgesetzten Gewaltausübung - stattdessen nahm das Gericht die Verwirklichung mehrerer Körperverletzungen und Nötigungen an. Nicht rechtskräftig.

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