Chronik

Masernfälle in Salzburg: Land sieht keinen Anlass für Impfpflicht

In Deutschland werden die Pläne für eine Impfpflicht für Masern immer konkreter. Nach 15 Masernfällen im Bundesland Salzburg setzt Landesgesundheitsreferent Christian Stöckl auf positive Anreize.

In Salzburg ist die Durchimpfungsrate teilweise alarmierend gering. SN/land salzburg
In Salzburg ist die Durchimpfungsrate teilweise alarmierend gering.

Es werde auch trotz einer Impfpflicht immer wieder Personen geben, die eine Masernimpfung verweigern würden. Davon zeigte sich Salzburgs Gesundheitsreferent Christian Stöckl (ÖVP) angesichts der Pläne für eine Impfpflicht in Deutschland überzeugt. Das Land Salzburg habe angesichts der 15 Masernfälle, die es im Bundesland Salzburg seit Jahresbeginn gab, vor allem auf Informationen und Aufklärungsarbeit gesetzt. Zudem habe man auch mehrere Aktionen mit Gratisimpfungen angeboten, sagt Stöckl. Dabei hätten sich allein im Pinzgau knapp hundert Personen impfen lassen. Das Land verspricht sich zudem in Zukunft auch viele positive Effekte von der Impfdatenbank, die derzeit aufgebaut wird.

Masernwelle dürfte beendet sein

Zuletzt war in Salzburg am 8. März eine neue Masernerkrankung im Pinzgau bekannt geworden. Landessantitätsdirektorin Petra Juhasz geht davon aus, dass es von diesen Ausbrüchen keine weiteren Ansteckungen mehr gegeben habe. "Üblicherweise wartet man zwei Inkubationszeiten ab, um Entwarnung zu geben. Da diese Zeit bei den Masern drei Wochen beträgt, gehen wir derzeit davon aus, dass es keine weiteren Erkrankungen mehr gibt. Aber es kann natürlich jederzeit woanders wieder einen Ausbruch geben - vor allem angesichts der zu niedrigen Durchimpfungsraten."

Quelle: SN

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