Chronik

Maskierte Autoraser entkamen mit Blaulicht

Mit Tempo 250 von Bayern nach Salzburg unterwegs, warfen sie Krähenfüße und legten Einsatzfahrzeuge lahm. Auto und Kennzeichen waren gestohlen.

Mit Tempo 250 sind in der Vorwoche zwei maskierte Insassen eines schwarzen Audi S6 der bayrischen Polizei nach einer lebensgefährlichen Verfolgungsjagd entkommen. Der Wagen raste mit Höchstgeschwindigkeit über die Grenze am Walserberg, dabei warfen die Täter sogenannte Krähenfüße, zugespitzte Stahlstifte, aus dem Fenster. Drei Polizeifahrzeuge sowie sechs private Pkw blieben mit Reifenschäden stehen. Der Audi raste auf der Tauernautobahn weiter und wurde bei Anif bei Tempo 228 von einem Frontradar geblitzt. Es sei alles so schnell gegangen, dass die Alarmierung der Bundespolizei an der Kontrollstelle am Walserberg sowie der Salzburger Polizei sei wohl zu spät gekommen seien.

"Der Audi ist laut den Videoaufzeichnungen nicht durch den Ofenauer- bzw. Hieflertunnel gefahren. Er muss irgendwo zwischen Hallein und Golling abgefahren sein", sagte Carolin Hohensinn vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd. "Daher unser Ersuchen: Wer hat am Mittwoch den 6. März zwischen 0:30 und 1:00 Uhr diesen Audi S6 mit einem Linz-Land-Kennzeichen gesehen? Auf der Beifahrerseite sind auf der Sonnenblende LED-Blitzlichter montiert gewesen. Vermutlich wollten die Täter ein polizeiliches Zivilfahrzeug vortäuschen." Bei dem Audi könnte es sich um jenen Wagen handeln, der zuvor bei einem Autohaus in Hart bei St. Pölten gestohlenen worden ist. Markant für die S-Variante von Audi sind unter anderem die silber lackierten Außenspiegel sowie vier Auspffrohre. Die gestohlenen Kennzeichen stammen aus Hörsching bei Linz.

Die beiden maskierten Insassen sind dringend tatverdächtig, zuvor aus dem Feuerwehrhaus in Erlstätt im Landkreis Traunstein einen hochwertigen Rettungsspreitzer gestohlen zu haben, ehe eine Polizeistreife den Wagen stoppen wollte.

"All diese Indizien sprechen dafür, dass es sich bei den Gesuchten um mögliche Bankomat-Sprenger handelt", sagt Hohensinn. Eine ähnliche Vorgangsweise war schon 2004 und 2005 von einer Bande praktiziert worden. Sieben Bankomatsprengungen - davon eine in Grödig - gingen auf der Konto der Täter, deren Spur nach Italien führte. In Grödig konnten sie ebenfalls mit Krähenfüßen eine nachfolgende Gendarmeriestreife lahm legen.

"Die letzten drei Angriffe auf Bankomaten fanden in Salzburg 2017 statt", sagte Christian Voggenberger vom Landeskriminalamt. Anders die Situation in Oberösterreich: "2018 hatten wir 19 Fälle und konnten zwei Rumänen fassen", so Rudolf Frühwirth, Leiter der Diebstahlgruppe in Linz. Ende Jänner 2019 sowie Mitte Februar waren Bankomaten in Lohnsburg und Aspach Ziele von Bankomatdieben.

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