Chronik

Mehr als 27.000 Euro Schaden: Salzburger Polizei fasst Bande

Polizisten aus Salzburg haben eine internationale Diebesbande zerschlagen, die es auf schlafende Zugreisende abgesehen hatte. Die zwölfköpfige Gruppe soll von Juni 2017 bis Jänner 2018 mindestens 31 Mal zugeschlagen haben. Laut Ermittlern dürfte die Dunkelziffer allerdings ungleich höher sein. Der angerichtete Schaden liegt bei mehr als 27.000 Euro.

Symbolbild.  SN/APA/BARBARA GINDL
Symbolbild.

Die Männer waren vor allem in Nachtzügen aktiv, die am Hauptbahnhof Salzburg einen manchmal mehrstündigen Aufenthalt eingelegt haben. Sie stiegen in die Waggons ein und öffneten in erster Linie Abteile von Schlafwagen. Die Diebe waren aber auch in normalen Zugabteilen unterwegs. Als Werkzeug führten sie entsprechende Schlüssel mit, wie sie auch die Schaffner haben. In drei Fällen brachen die Täter Türen auch gewaltsam auf.

Ins Rollen kamen die Ermittlungen, als bei einem der Einbrüche ein 40-jähriger Rumäne von einer Zeugin beobachtet werden konnte. Im Zuge der Fahndung konnte der Mann kurz darauf festgenommen werden. Die Polizei verstärkte darauf den Streifendienst, nahm vermehrt Personenkontrollen vor und verglich die Tatzeitpunkte mit Videoaufnahmen der ÖBB. "Es war viel und eine intensive Arbeit. Aber es ist uns nach und nach gelungen, den einzelnen Vorfällen Täter zuzuordnen", sagte ein Ermittler der zuständigen Polizeiinspektion am Hauptbahnhof zur APA.

Die Verdächtigen wurden zur Fahndung ausgeschrieben und sukzessive in Salzburg, am Bahnhof Wien und in einem Zug von Rumänien nach Österreich festgenommen. Gegen insgesamt zehn Täter wurde mittlerweile die U-Haft verhängt. Sie befinden sich derzeit in der Justizanstalt Puch-Urstein. Die offenbar nicht sehr gesprächigen Verdächtigen sind zwischen 27 und 66 Jahre alt und stammen aus Rumänien, Albanien, Tunesien, Italien, Kroatien und Bosnien. Bei einem Mann handelt es sich um einen Staatenlosen.

Zwei weitere ausgeforschte Personen wurden auf freiem Fuß angezeigt, gegen zwei noch unbekannte Täter wird laut Polizei noch ermittelt. Die Verdächtigen werden sich nicht nur wegen gewerbsmäßigen Diebstahl, Einbruch, Urkundenunterdrückung und Sachbeschädigung verantworten müssen, sie wurden auch wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung angezeigt.

Quelle: SN

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