Chronik

Mehr Entscheidungen mit den Bürgern treffen

Rechtsanwältin strebt politische Wende in der Kurgemeinde Hofgastein an.

Geht zuversichtlich in den Wahlkampf um Mandate und Bürgermeisteramt: Michaela Hütteneder-Estermann.  migu
Geht zuversichtlich in den Wahlkampf um Mandate und Bürgermeisteramt: Michaela Hütteneder-Estermann. 

"Kämpferische Landanwältin und Klischees der Branche", titelten die "SN" am 17. September 2011 einen Artikel über Michaela Hütteneder-Estermann. Der hängt im Vorzimmer ihrer Rechtsanwaltskanzlei. Kämpferisch ist sie nach wie vor. Mit ihrer Liste "Gemeinsam für Bad Hofgastein" (GfBH) möchte sie nicht nur Bürgermeisterin werden, sondern zwölf Mandate holen und der Gemeindepolitik eine neue Richtung geben.

5000 Euro Wahlkampfbudget

Die ersten Wahlkampfkosten, 600 Euro, betrafen einen Postwurf, in dem sie unter anderem ersucht: "Helft uns mit Eurer Stimme, das Potenzial unseres Ortes auszuschöpfen und Bad Hofgastein mit mehr Selbstbewusstsein und Zuversicht nachhaltig in die Zukunft zu führen."

Sie rechnet mit Wahlkampfkosten von rund 5000 Euro. Im Fokus hat sie unter anderem die 1600 Nichtwähler bei den Wahlen 2014. Gegenüber den "PN" meinte die Juristin: "Der Boden in unserer Gemeinde war noch nie so gut für eine Bewegung, für eine Alternative zu etablierten Parteien. Ich möchte gegen die Lethargie und Frustation in der Bevölkerung ein Zeichen setzen. Das Argument ,Ich kann eh nichts ändern' zählt für mich nicht."

Die Idee für eine eigene Liste entstand vor zwei Jahren. Seit April dieses Jahres hat sie die Liste aus dem Boden gestampft, begleitet von den Gründungsmitgliedern Carina Mauberger und Sandra Wanke. Die Reihung der möglichen Mandatare erfolgt in den kommenden Tagen.

Gestalten statt verwalten

"Mir geht es um das Gestalten, mehr als um das Verwalten. Wir brauchen Ideen, wo will Bad Hofgastein hin. Das betrifft nicht nur den Tourismus. Wir sollten uns wieder den Stellenwert zurückerkämpfen, den Gastein verdient."

In den vergangenen Jahren ist auf baulichem Gebiet in der Kurgemeinde viel passiert, wurde von öffentlicher Hand kräftig investiert. Das sieht die Bürgermeisterkandidatin aus anderem Blickwinkel: "Dadurch wurde häufig auf die Leute im Ort vergessen. Ich möchte mehr Bürgerbeteiligung. Das ist in unserer digitalen Zeit nicht schwierig. Für die Ortskernstärkung brauche ich die Ideen und Wünsche der Menschen, die hier leben. Die Politik kann bei der Umsetzung helfen. Man sieht als Bürger zu wenig, was die Politik macht. Es geht um mehr Offenheit, wenn ich zum Beispiel an Pläne eines Kindergartenneubaus oder des Hochwasserschutzes denke."

Die Zertifizierung als familienfreundliche Gemeinde sieht sie als interessanten Themenbereich an, der dann aber mit gemeinsamen Inhalten gefüllt werden muss.

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