Chronik

Mehr Fahrradfahrer auf Salzburgs Radwegen: Wie Sie sicher unterwegs sind

Salzburgs Radverkehrskoordinatorin Ursula Hemetsberger warnt vor rücksichtslosem Fahrverhalten von Fahrradfahrern. Gerade während der Coronakrise sei behutsames Fahren wichtig. Wir haben einige Tipps und Regeln zusammengefasst.

Das schöne Wetter am Wochenende werden zahlreiche Salzburger und Salzburgerinnen nutzen, um sich zu bewegen und frische Luft zu schnappen. Viele werden dafür auch auf ihr Fahrrad steigen. "Das ist auch gut so. Radfahren stärkt das Immunsystem und man bleibt dabei auch auf Abstand zu den anderen", betont Salzburgs Radverkehrskoordinatorin Ursula Hemetsberger. Weil bei ihr zuletzt vermehrt Nachrichten von rücksichtslosem Verhalten im Radverkehr eingegangen sind, appelliert sie gleichzeitig aber: "Um die Kapazitäten der Krankenhäuser während der Coronakrise zu schonen, müssen Unfälle noch mehr als sonst vermieden werden. Je disziplinierter die Regeln befolgt werden, desto länger ist auch das Radfahren in der jetzigen Form möglich."

Weil durch die Coronakrise viele Ausflugsziele wegfallen, geht Hemetsberger am Wochenende von einem Ansturm auf den für Pkw gesperrten Gaisberg und einem verdichteten Verkehrsaufkommen auf den Radwegen entlang der Salzach aus. "Mein Appell ist: Abstand halten, achtsam sein und Rücksicht nehmen." Um möglichst sicher mit dem Fahrrad unterwegs zu sein, empfiehlt das Land Salzburg außerdem:

1. Machen Sie Ihr Rad verkehrssicher!

  • zwei unabhängige Bremsen
  • Rückstrahler: vorne weiß, hinten rot
  • seitliche, gelbe Rückstrahler oder reflektierende Reifen (weiß oder gelb)
  • gelbe Rückstrahler an Pedalen oder Pedalkurbeln
  • Glocke oder Hupe
  • bei Dunkelheit und schlechter Sicht: weißes Vorderlicht und rotes Rücklicht, das rote Rücklicht darf auch blinkend sein
  • Radanhänger benötigt eigene Beleuchtungseinrichtung - auch tagsüber
  • reflektierende Materialien auf der Kleidung verbessern die eigene Sichtbarkeit deutlich - sei es durch Warnweste, Sticker oder ähnlich leuchtende Accessoires

2. Tragen Sie einen Radhelm!
Stürzt man mit dem Fahrrad bei 30 km/h, entspricht die umgerechnete Fallhöhe etwa vier Metern. Zwar gilt die Radhelmpflicht nur für Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr, das Tragen eines Helmes wird aber auch darüber hinaus empfohlen, um potenziellen Kopfverletzungen vorzubeugen.

3. Nutzen Sie Radwege!
Ist ein Radweg oder Radfahrstreifen vorhanden, muss dieser genutzt werden, sofern es zumutbar ist. Bei Baustellen darf auf die Straße ausgewichen werden. Ist der Radweg nicht benutzungspflichtig (eckiges Verkehrszeichen), muss er auch nicht benutzt werden. Gehwege sind für Fußgänger.

4. Fahren Sie vorsichtig!

  • vor dem Wegfahren: Schulterblick durchführen
  • während der Fahrt genügend Abstand zu allen anderen Verkehrsteilnehmern halten
  • kontinuierliches Treten fördert stabiles Fahren (auch bei Hindernissen)
  • beim Bremsen beide Bremsen betätigen und Körperschwerpunkt möglichst nach hinten bringen (Vorderradbremse hat kürzeren Bremsweg)

Zudem gilt laut ÖAMTC:

Die gängigen Vorrangregeln und Beschilderungen gelten für Radfahrer genau wie für Autofahrer. Ausnahmen bestehen unter anderem bei Radfahrerüberfahrten, bei Einbahnen sowie in Wohnstraßen und Begegnungszonen.

Kinder dürfen grundsätzlich nur unter Aufsicht einer Begleitperson (Mindestalter 16 Jahre) Rad fahren. Alleinfahren ist ab dem zwölften Lebensjahr bzw. mit Fahrradausweis ab dem zehnten Lebensjahr möglich.

Telefonieren (ohne Freisprecheinrichtung) beim Radfahren ist verboten, das Überschreiten des Alkohollimits von 0,8 Promille ebenfalls.
Zusammengefasst: Passen Sie auf sich und alle anderen auf!

Aufgerufen am 29.11.2020 um 09:06 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/mehr-fahrradfahrer-auf-salzburgs-radwegen-wie-sie-sicher-unterwegs-sind-85778083

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