Chronik

Mehr Geld fürs Heer: 60 Jahre alte Halle wird abgerissen

In der Schwarzenbergkaserne wird dank einer Investitionsoffensive eine neue Sporthalle gebaut. 18 Millionen werden heuer investiert.

Der Eindruck täuscht: Die alte Sporthalle in der Schwarzenbergkaserne ist desolat. SN/robert ratzer
Der Eindruck täuscht: Die alte Sporthalle in der Schwarzenbergkaserne ist desolat.

Seit einem halben Jahr versieht Bundesheer-Sprecher Markus Bender seinen Dienst in der Schwarzenbergkaserne. Die alte Sporthalle auf dem Kasernengelände, das müsse er zugeben, habe er bis jetzt noch nicht genutzt, sagt er. Man kann es dem Soldaten nicht verdenken: Der Boden der Halle ist von Rissen übersät, von den Wänden fällt der Putz herunter. Die Sporthalle wurde noch von den Amerikanern gebaut und ist somit mehr als 60 Jahre alt.

Die Tage der Halle sind aber bald gezählt. Im April startet das Bundesheer mit dem Neubau einer Sporthalle neben dem alten Gebäude. Wenn die neue Halle Ende 2018 fertiggestellt ist, soll die alte abgerissen werden. Der Neubau ist Teil einer großen Investitionsoffensive des Verteidigungsministeriums. Bis zum Jahr 2020 sollen 500 Millionen Euro in Gebäude in Österreichs Kasernen fließen. In Salzburg werden heuer 18 Millionen investiert. Der Neubau der Sporthalle kostet allein sechs Millionen Euro. Das sei aber immer noch günstiger als die Sanierung des desolaten Gebäudes, sagt Dietmar Hübsch, stellvertretender Leiter des militärischen Immobilienzentrums. "Das Gebäude hatte sehr starke Setzungsschäden. Auch die Sanierung des alten Daches wäre sehr teuer gekommen."

Die neue Halle lässt für das Sportlerherz kaum einen Wunsch offen. Sie wird eine Tribüne für 190 Zuschauer bekommen, eine zweigeschoßige Kletterhalle, einen Saunabereich und eine Terrasse im ersten Stock. Bei der Umsetzung habe man schnell agieren müssen, sagt Dietmar Hübsch. "Im Spätsommer begann das Architekturbüro mit den Planungen, im Dezember konnten wir das Projekt ausschreiben. Im April wird gebaut."

Salzburgs Militärkommandant Heinz Hufler hat die neue Halle bereits seit seinem Antritt im Jahr 2011 auf der Liste für mögliche Investitionen. "Gut Ding braucht Weile", sagte er angesichts des nun startenden Neubaus. Hufler rief aber auch in Erinnerung, dass bereits in den vergangenen zehn Jahren 30 Millionen Euro in die Schwarzenbergkaserne investiert wurden. "Das ist Steuergeld, das der Bevölkerung im Zuge der Wehrpflicht wieder zugutekommt." Und seinen Kommandanten gab er noch einen Rat mit auf den Weg. "Passen Sie gut auf die Halle auf. Wahrscheinlich muss sie wieder 60 Jahre halten."

Quelle: SN

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