Chronik

Mehr Platz, selber Preis: Die Laube zieht um

Die gemeinnützige Laube platzt am Standort Hallein-Davisstraße aus allen Nähten. Jetzt wird um fünf Millionen Euro umgebaut, im Sommer wird gesiedelt.

"Wir kriegen mehr Platz und verbesserte Abläufe, ohne einen Euro mehr in die Hand nehmen zu müssen", sagt Alois Autischer, Geschäftsführer der gemeinnützigen Laube Sozialpsychiatrische Aktivitäten GmbH in Hallein.

Private Investoren, die nicht genannt werden wollen, investieren insgesamt fünf Millionen Euro in die Adaptierung und den Ausbau zweier Hallen auf dem früheren Gelände der Papierfabrik. Mit der Laube wurde ein Mietvertrag auf vorerst 15 Jahre abgeschlossen - zu günstigen Konditionen, wie Autischer betont. "Wir sind als seriöser und sicherer Mieter bekannt. Außerdem wurde auf eine gute Nachnutzbarkeit geachtet."

Eine 1700 m22 große Halle auf dem Areal der früheren Papierfabrik wurde bereits im Spätherbst 2016 bezogen. Ein weiteres, dreistöckiges Gebäude knapp 100 Meter entfernt soll kommenden Juni bezugsfertig sein. "Unser Ziel ist es, bis September den gesamten Standort gesiedelt zu haben", so Autischer, der seit der Gründung der Laube 1982 mit dabei ist.

Dass die beiden Hallen nicht direkt aneinander grenzen, liegt daran, dass zwischen der Entscheidung, Großaufträge in einer neuen Halle abzuwickeln, und der Entscheidung, den gesamten Standort zu siedeln, ein Jahr verging. "Die Flächen zwischen unseren jetzigen zwei Objekten waren da bereits verkauft", sagt Autischer.

Nach Hallein kam die Laube 1997, im Jahr 2000 übersiedelte man in die Räumlichkeiten am Areal der früheren Eugen-Grill-Werke. "Damals hatten wir ein halbes Stockwerk gemietet, mittlerweile füllen wir das gesamte Gebäude und mussten eine Halle dazumieten", sagt Autischer. Im Vorjahr wurde auch das zu wenig.

60 Mitarbeiter am Standort Hallein

300 Auftraggeber zählt die Laube mittlerweile - vom medizinischen Institut, das sämtliche Akten von der Laube digitalisieren lässt, bis hin zur Drogeriekette "dm", die seit Jahren Kundengeschenke von der Laube produzieren lässt. Allein am Standort Hallein arbeiten derzeit 60 Menschen - es wird gedruckt, digitalisiert, beschlagwortet, aber auch Salz für eine österreichische Geschirrspülmittelfirma produziert. Letzeres passiert gemeinsam mit der Konfektionierung von Bordmappen für die Autoindustrie in der bereits 2016 bezogenen neuen Halle am Areal der früheren Papierfabrik.

Im dreistöckigen zweiten Gebäude, das im Juni fertig werden soll, sind unter anderem der Druckbereich, ein Hochregallager, ein Tageszentrum, weitere Arbeitsbereiche und die Verwaltung geplant.

Sämtliche Arbeiten werden in der Laube von Menschen mit psychischer Beeinträchtigung erledigt. "Wir bieten Menschen Arbeitsplätze, die arbeitsfähig sind, die der Arbeitsmarkt aber nicht aufnimmt, weil sie eben doch eine gewisse Form von Betreuung brauchen", sagt Autischer.

Einige Projekte wie das Scancenter oder der Druckbereich werden ohne jede Förderung auf Eigeninitiative der Laube und damit unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten abgewickelt. Gewinne darf der gemeinnützige Betrieb aber nicht erwirtschaften. "Überschüsse werden zum Teil reinvestiert oder in Absprache mit Fördergebern für das nächste Jahr angerechnet", sagt Autischer. "Wir bilden auch immer wieder Risikorücklagen."

Aufgerufen am 17.11.2018 um 07:06 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/mehr-platz-selber-preis-die-laube-zieht-um-24810610

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