Chronik

Messerschleif-Wucherer trieben im Flachgau ihr Unwesen

Die Polizei fahndet im Flachgau nach dreisten Betrügern: Sie neppten als Messer- und Werkzeugschleifer ihre Opfer.

Messerschleif-Wucherer trieben im Flachgau ihr Unwesen SN/APA/BARBARA GINDL
Symbolbild.Symbolbild.

Nachdem zwei Männer aus Frankreich in Oberösterreich mit Messer- und Werkzeugschleif-Betrügereien zahlreiche Landwirte weit überhöhte Gagen abgeknöpft hatten, sind nun auch Fälle aus dem Flachgau bekannt geworden.

Eine Bäuerin bezahlte fast 1.600 Euro. Ein anderer Landwirt sollte fast 500 Euro für minderwertige Arbeiten berappen, berichtete die Polizei.

Freitagmittag stand einer der Schleifer vor einer Landwirtin in Henndorf und bot die Dienste an. Als es um das Kassieren für die Arbeiten ging, erschien der Mann mit einem weiteren Komplizen. Die Bäuerin erfuhr erst nach der Bezahlung von der Betrugsmasche und ging sofort zur Polizei.

Schon tags zuvor kam es bei einem Landwirt in Eugendorf zu einem ähnlichen Vorfall. Ihm wurde eine revolutionäre Schärf- und Härtetechnik für Werkzeuge vorgegaukelt. Die Männer wollten fast 500 Euro für ihre Schärf-Dienste. Der Bauer konnte knapp die Hälfte davon bezahlen. Erst im Anschluss bemerkte er die schlechte Qualität der Arbeit.

Fast zeitgleich zu den Schadensfällen im Flachgau traten auch im Bezirk Vöcklabruck in Oberösterreich gleichartige Fälle auf. Die Geschädigten zahlten bis zu 1.900 Euro an ein Duo. Laut einer fachkundigen Firma wurden dort die Werkzeuge mit einer Kobaltschicht gehärtet. Die Gegenstände dürften zunächst wirklich härter sein, aber im Falle eines erneuten Nachschleifens verfällt der Effekt aber wieder. Zudem würden bei ansässigen Firmen solche Arbeiten um rund 300 Euro durchgeführt.

Polizei musste Verdächtige ziehen lassen

Die Tatverdächtigen sind der Polizei bereits bekannt. Nach den ersten Vorfällen und Anzeigen seien zwei Personen aus der Roma-/Sinti-Gruppe in Oberösterreich angehalten und kontrolliert worden. Die Polizei musste die französischen Staatsbürger allerdings wieder auf freien Fuß setzen. Jetzt sollen die Verdächtigen im Flachgau zugeschlagen haben. Von den Männern fehlt jede Spur, die Fahndung läuft.

Quelle: APA

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