Chronik

Messerstecherei am Rudolfskai: Verdächtige sind auf freiem Fuß

Ein 24-Jähriger wurde am Salzburger Rudolfskai durch einen Bauchstich schwer verletzt. Fünf Männer sind verdächtig, die Polizei musste sie aber wieder gehen lassen.

Messerstecherei am Rudolfskai: Verdächtige sind auf freiem Fuß SN/fmt pictures
Nach einem Messerstich am Rudolfskai konnte die Polizei fünf Verdächtige ausforschen.Nach einem Messerstich am Rudolfskai konnte die Polizei fünf Verdächtige ausforschen.

Es war das blutige Ende eines Streites unter betrunkenen Jugendlichen. So viel steht am Tag nach einer Messerattacke am Salzburger Rudolfskai fest. Um 3.30 Uhr am Sonntagmorgen erlitt ein 24-jähriger Türke auf der Lokalmeile einen Stich in den Oberbauch. Dutzende Nachtschwärmer wurden Zeugen der Tat. Nach zahlreichen Befragungen ist den Polizisten des Landeskriminalamtes nun klar, wie es zu der Bluttat kam.

In einem Lokal war ein 16-jähriger Asylbewerber aus Armenien mit einem bisher unbekannten stark alkoholisierten Türken aneinander geraten. Als Zweiterem mehrere Landsmänner zu Hilfe kamen, holte sich auch der 16-Jährige Verstärkung. Vor dem Lokal trafen dann die beiden Gruppen aufeinander, es kam zu einer Rauferei. Bei dieser Auseinandersetzung wurde schließlich der 24-jährige Türke mit dem Messer verletzt. Zahlreiche Zeugen sahen dann, wie der 16-Jährige und seine Begleiter mit dem Auto wegfuhren. Es handelte sich um drei weitere Armenier im Alter von 17, 18 und 27 Jahren und einen 28-jährigen Serben.

Wer aber zustach, das liegt nach wie vor im Dunkeln. Die Kriminalisten konnten alle fünf Insassen des Autos ausfindig machen und befragen. Die Personen machten aber widersprüchliche Aussagen. Auch der 24-Jährige wurde bereits befragt. Wegen der tumulthaften Situation konnte aber auch er keine genauen Angaben machen, wer als Täter in Frage kommt. Er wurde auf der Chirurgie des Uniklinikums Salzburg behandelt und ist laut Spital auf dem Weg der Besserung.

Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Anzeige der Männer auf freiem Fuß an. Für eine Untersuchungshaft müsse ein dringender Tatverdacht vorliegen, sagt Robert Holzleitner, Sprecher der Staatsanwaltschaft. "Eine genaue Zuordnung des Messerstiches ist noch nicht möglich. Es liegt nun an uns und der Polizei, die Beteiligungen der Tat festzustellen." Die Staatsanwaltschaft führe ein Ermittlungsverfahren wegen absichtlicher schwerer Körperverletzung und Raufhandels.

Nähere Aufschlüsse zur Tat könnte die Untersuchung der Tatwaffe bringen. Die Polizei hat das Messer sichergestellt, mit dem der Bauchstich durchgeführt wurde. Derzeit werden die Spuren ausgewertet und weitere Befragungen durchgeführt, heißt es von Seiten der Polizei.

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