Chronik

Michael Walkner gibt auch in Coronazeiten Gas

Auch für den Gaißauer Hard-Enduro-Fahrer Michael Walkner ist 2020 eine Saison der Absagen. Bei den Rennen, die trotz Corona-Auflagen stattfanden, schlug er sich allerdings bravourös.

Am 16. Februar schrammte der Gaißauer beim ersten Rennen bei der italienischen Meisterschaft, der "Trofeo Extreme Enduro" in Pistoia, nur knapp am Tagessieg vorbei. Letztlich fuhr er mit seiner Husqvarna-Maschine auf Platz zwei. "Ich war sehr überrascht, dass ich bis zur letzten Runde in Führung lag", meinte Michael Walkner.

Nach langer Corona-Zwangspause fand nun Mitte September in Ceranesi bei Genua die zweite Veranstaltung dieser Serie statt - mit hochkarätiger Konkurrenz: Unter den fünfzig Fahrern in Walkners Gold-Kategorie waren auch viele aus der Enduro-Weltmeisterschaftsserie WESS (World Enduro Super Series) wie Alfredo Gomez, Pol Tarres, Sonny Goggia oder Michele Bosi.

Gute Platzierung, aber nicht zufrieden mit der Leistung

Walkner konnte sich zwar Platz fünf und damit die Führung in der Meisterschaft sichern, punktegleich mit WESS-Konkurrent Michele Bosi. Mit seiner Leistung war er aber nur bedingt zufrieden: "Einige Streckenabschnitte waren besonders hart. Diverse Fahrer verstellten bei einigen extremen Steilhängen die Ideallinie und an der Stelle musste ich in dem zweieinhalbstündigen Rennen ungefähr elf Mal vorbei, das kostete sehr viel Substanz, was in der letzten halben Stunde zu Krämpfen führte. Auch die einfallende Dunkelheit machte mir zu schaffen." Das dritte und letzte Rennen zur "Trofeo Extreme Enduro" findet am 28. November 2020 wieder in Pistoia (Florenz) statt.

Das große Ziel: Werksfahrer

Sein nächstes Rennen ist nun das Red Bull Romanics in Rumänien Ende Oktober. "Alles andere bis dahin wurde abgesagt, auch die komplette WESS-Serie. Da sind sicher alle guten Fahrer dabei, da geht's um alles", meint der bald 23-Jährige, der hofft, sich bald als Werksfahrer etablieren zu können. "Das wäre das große Ziel. Es ist schwer, aber möglich, zwei, drei Plätze in der WESS müsste ich noch gutmachen", sagt Walkner, der in den WESS-Rennen bisher meist um Platz zwölf herum rangierte. "Momentan betreibe ich den Sport zwar hauptberuflich, davon leben kann ich aber nicht."


TENNENGAU-NEWSLETTER

Jetzt kostenlos anmelden und wöchentlich topaktuelle Informationen aus Ihrer Region kompakt per E-Mail erhalten.

*) Eine Abbestellung ist jederzeit möglich, weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Aufgerufen am 25.10.2021 um 10:52 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/michael-walkner-gibt-auch-in-coronazeiten-gas-93815287

Enteigneter Gollinger hofft auf "Gnadenfrist"

Enteigneter Gollinger hofft auf "Gnadenfrist"

Nach jahrelangem Tauziehen steht jetzt fest: Ein 86-jähriger Gollinger muss das Haus, in dem er seit mehr als 70 Jahren lebt, am Samstag räumen und übergeben. Es muss Platz machen für die 27 Millionen Euro …

Schöne Heimat

Herbststimmung im Bluntautal

Von Martina Knapp
24. Oktober 2021
Bluntautal, Golling

Kommentare

Schlagzeilen