Chronik

Mit heißem Tee gegen die Hitze

Nach zwei Wochen gibt es immer noch Salzburger, die von den heißen Temperaturen nicht genug bekommen können.

 In der Altstadt spendet der Dom Touristen, Einheimischen und Fiakerpferden noch am meisten Schatten – die Plätze sind daher begehrt.  SN/robert ratzer
In der Altstadt spendet der Dom Touristen, Einheimischen und Fiakerpferden noch am meisten Schatten – die Plätze sind daher begehrt.

Die Salzburger kommen gut mit der andauernden Hitze zurecht. Das zeigt ein Lokalaugenschein in der Altstadt. Die meisten wissen sich zu helfen. "Mein Geheimtipp ist heißer Tee und ein Eis", sagt Achim Satorovic, Brezenverkäufer auf dem Universitätsplatz. Der Stadtführer Pierre Monthaye setzt auf Fächer und Regenschirm, welcher ihn vor der Sonne schützt. Sängerin Anter Barac hingegen geht ohne Wasserspray nicht aus dem Haus. Die Studentin Theresa Kaltenbrunner versucht, genügend Wasser zu trinken. Ihr gefallen die warmen Temperaturen: "Von mir aus könnte es so weitergehen", meint sie. Auch Sänger Gregor Eisenhut vom Staatsopernchor mag die Hitze: "In der Sonne auf dem Liegestuhl fühle ich mich am wohlsten."

Ein heißer Tag reiht sich derzeit an den anderen. Seit zwei Wochen liegen die Temperaturen in Salzburg am Tag über 30 Grad. Auch am Dienstag zeigte das Thermometer 33,2 Grad. Am heißesten war es bisher am 1. August mit 34,8 Grad. Dieser Rekord soll am Donnerstag fallen. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) prognostiziert 35 Grad. Von jenen 38,6 Grad, die seit 28. Juli 2013 der Temperaturrekord in Salzburg sind, ist man laut Meteorologen aber etwas entfernt.

Das Land hat am Dienstag vor Waldbränden gewarnt. Rauchen und Feuermachen im Wald sind derzeit im Flachgau, Pinzgau und Lungau verboten. Selbst ein überhitzter Auspuff oder heiß gelaufene Bremsen könnten derzeit einen Brand auslösen.

Die ZAMG warnt jedoch nicht nur vor Hitze - sondern auch vor Gewitter. Am Dienstagnachmittag zogen über der Landeshauptstadt dunkle Wolken auf. Ab 16.30 Uhr donnerte und regnete es. Die Wetterfront erreichte am späten Nachmittag auch St. Gilgen und das Gebiet rund um den Wolfgangsee. Wegen schwerer Gewitter und Böen mit rund 70 Stundenkilometern musste die Zwölferhornseilbahn den Betrieb kurzzeitig einstellen. Bange Minuten für die 30 Insassen, die sich beim Eintreffen der Gewitterfront in den Gondeln befanden. Sie mussten knapp eine Dreiviertelstunde ausharren, bis sie die Seilbahn im Notbetrieb ins Tal brachte. Eine Stunde später konnten auch die 100 Gäste von der Bergstation auf dem Zwölferhorn wieder ins Tal.

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