Chronik

Mit Kopfstoß gegen Salzburger Obuslenker gleich zwei Delikte verwirklicht

Mopedfahrer verletzte Busfahrer durch "Headbutt". - Warum der Täter wieder vor das Landesgericht Salzburg musste.

Symbolbild. SN/bilderbox
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Bereits im September 2018 erhielt ein Mopedlenker (40) wegen versuchter schwerer Körperverletzung (Paragraf 84 Strafgesetzbuch) acht Monate bedingte Haft. Er hatte - so stellte es das damalige Gericht fest - einem Obuslenker im Juni 2018 einen Kopfstoß versetzt. Der Busfahrer hatte am Vorfallstag Fahrgäste aus dem Obus aussteigen lassen, als zeitgleich der Mopedlenker ganz knapp an einer aussteigenden Frau vorbeifuhr. Worauf die Frau erschrak und der Chauffeur den Zweiradlenker zur Rede stellte. Der Disput eskalierte: der Mopedfahrer gab dem Obusfahrer laut dessen Angaben und laut Zeugen einen Kopfstoß.

In der Folge hob der Oberste Gerichtshof das Urteil aber insoweit auf, als der 40-Jährige zusätzlich auch wegen Körperverletzung nach § 83 Absatz 3 StGB schuldig zu sprechen gewesen wäre. In besagtem Absatz heißt es nämlich: "Wer eine Körperverletzung (...) an einer Person, die mit der (...) Lenkung eines Beförderungsmittels einer dem öffentlichen Verkehr dienenden Anstalt betraut ist, während der Ausübung ihrer Tätigkeit begeht, ist mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren zu bestrafen." Vereinfacht gesagt: Laut OGH habe der Angeklagte mit dem Kopfstoß gegen den Obusfahrer gleich zwei Delikte verwirklicht: Einmal jenes der versuchten schweren Körperverletzung (§ 84 StGB) und einmal jenes der "einfachen" Körperverletzung (§ 83 Abs 3 StGB).

Am Donnerstag stand der 40-Jährige daher erneut vor Gericht. Und wurde nun zusätzlich auch wegen Körperverletzung nach § 83 Abs 3 verurteilt. Das Strafmaß blieb mit acht Monaten bedingt jedoch dasselbe.

Das neue Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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