Chronik

Mit Krücke auf Mann im Rollstuhl eingeschlagen: Haft für 42-Jährigen in Salzburg

Blutige Attacke im Milieu am Salzburger Hauptbahnhof. Angeklagter erhielt zwölf Monate teilbedingte Haft (vier Monate unbedingt).

Symbolbild.  SN/apa
Symbolbild.

Zwölf Monate teilbedingte Haft, vier davon unbedingt: So lautete am Donnerstag am Landesgericht das Urteil gegen einen 42-jährigen arbeitslosen Mann ohne festen Wohnsitz, der im Juni am Salzburger Hauptbahnhof einem im Rollstuhl sitzenden "Kollegen" aus dem Milieu dessen Krücken entriss und ihm diese zwei Mal auf den Kopf schlug. Das Opfer erlitt eine vier Zentimeter lange Platzwunde.

Richterin Victoria Winkler verurteilte den Angeklagten aber nicht nur wegen versuchter schwerer Körperverletzung. Laut Strafantrag hatte der 42-Jährige damals in beträchtlich alkoholisiertem Zustand auch einen weiteren Mann gefährlich bedroht. Das Urteil ist rechtskräftig.

Der Prozess war bereits am 27. Juli eröffnet worden - weil aber ein Zeuge nicht erschien, hatte vertagt werden müssen. Zum Auftakt hatte der Angeklagte betont, dass "es der Schnaps gewesen ist, der damals leider meine Aggressionsbereitschaft sehr erhöht hat". Er habe am Tattag "schon eine Flasche Wodka intus" gehabt und "sicher noch drei Promille, als das passiert ist", so der 42-Jährige. Der Verletzte hatte bei der Polizei gesagt, der Angeklagte habe vor der Attacke intensiv gestänkert, weshalb er ihn mit der Krücke "gestubst" habe. Darauf sei dieser ausgerastet.

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