Chronik

"Mit Nachdruck für Biberg-Kreisverkehr"

Die kritische Kreuzung auf Höhe Kehlbach soll entschärft werden, der Ball liegt beim Land.

Speziell für vom Biberg kommende Linksabbieger (Auto ganz links) ist die Ausfahrt ein mitunter gefährliches Unterfangen.   SN/sw/rach
Speziell für vom Biberg kommende Linksabbieger (Auto ganz links) ist die Ausfahrt ein mitunter gefährliches Unterfangen.  

"Das ist oft lebensgefährlich, was sich da abspielt" - so hatte sich Wendelin Schmiderer, der unweit der Biberg-Kreuzung wohnt, vor rund einem Jahr gegenüber den PN geäußert. Seither hat sich nicht viel getan. Wer, vom Biberg kommend, öfter in Richtung Saalfelden abbiegt, der weiß nach wie vor, wie schlecht die Sicht nach links ist - und wie schnell Autos und Schwerfahrzeuge daherbrausen. Häufig weitaus schneller als die erlaubten 80 km/h.

Vorige Woche hatte der Mobilitätsausschuss das weitere Vorgehen bei der Biberg-Kreuzung auf der Tagesordnung. Diskutiert wird über die kritische Stelle ja schon seit Jahren, im Vorjahr wurde eine Planung in Auftrag gegeben. Die ausgearbeiteten Varianten sind kostspielig: Eine Pkw-taugliche Unterführung zwischen Kehlbach und Haid würde rund 1,5 Millionen Euro verschlingen, ein für jegliche Kraftfahrzeuge ausgelegter Knoten rund drei Millionen Euro. Von einem Kreisverkehr ist in diesen Plänen keine Rede. Ferdinand Salzmann (Grüne), Vorsitzender des Mobilitätsausschusses, sagt: "Wir sind einstimmig übereingekommen, dass wir die Varianten gar nicht weiter verfolgen. Eine Umsetzung ist aus Kostengründen unrealistisch." Daher habe man folgenden Beschluss gefasst: "Die Stadtgemeinde ersucht das Land, für die Kreuzung B 311/ Kehlbach eine Machbarkeitsstudie samt Kostenschätzung für einen Kreisverkehr zu erstellen." Bei 30 Meter Durchmesser sei kaum fremder Grund notwendig. Der Tenor bei der Sitzung habe gelautet, die Errichtung eines Kreisverkehrs massiv und mit Nachdruck zu verfolgen, auch wenn das Land momentan dagegen sei. Salzmann: "Bevor wir eine Nulllösung haben, wollen wir den Druck erhöhen."

Bürgermeister Erich Rohrmoser (SPÖ) sagt, ein Kreisverkehr sei im Sinne der Verkehrssicherheit eine interessante Lösung. "Aber das haben nicht wir zu beurteilen. Dafür ist das Land zuständig, dort liegt der Ball." Man könne es nur deponieren. Auch Rohrmoser sieht die Umsetzung einer Unterführung als nicht realistisch. Er verfolgt weiterhin das Ziel, als Erstmaßnahme zumindest die Sicht in Richtung Autohaus Hotter zu verbessern. Dafür müsste der Gasthof Biberg ein Stück Grund seiner Terrasse verkaufen. "Ich hoffe, dass wir zu einer Einigung kommen. Es wäre eine erste Erleichterung."

Aufgerufen am 20.01.2018 um 10:36 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/mit-nachdruck-fuer-biberg-kreisverkehr-21449557

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