Chronik

Mit roten Uhren ein Mal um die Welt wandern

In einem zweijährigen Projekt setzen sich zahlreiche Kinder im Pongau derzeit mit dem Thema Umwelt und Klima auseinander.

Für diese coolen Drittklassler mit ihren roten Schrittmesser-Uhren zählt jetzt jeder Schritt.  riedler
Für diese coolen Drittklassler mit ihren roten Schrittmesser-Uhren zählt jetzt jeder Schritt. 

"Früher", so erzählt Marie aus der 3A-Klasse, "bin ich viel mit dem Auto gefahren. Jetzt gehe ich immer zu Fuß in die Schule." Und das sind im Fall von Marie immerhin eineinhalb Kilometer, die sie von der Schule entfernt wohnt.

Die Kinder der Volksschule Neue Heimat nehmen genauso wie drei andere Pongauer Volksschulen und vier Kindergärten an dem von der Leaderregion Lebens.Wert Pongau initiierten und finanzierten Projekt "Klima Kids" teil. Und sie haben da schon einiges erfahren, "weil wenn man zu viel mit dem Auto fährt, dann kommt da so ein Gas raus", sagt Stefan, "und das muss der Baum auffangen und wird deshalb leicht krank. Ich gehe daher auch immer zu Fuß."

Eine Hilfe für die Kinder sind dabei auch die knallroten "Schrittzähler". Diese Schrittzähler wurden durch eine zusätzliche Initiative der Stadtgemeinde Bischofshofen an den zwei Volksschulen in Bischofshofen verteilt.

An der Volksschule Neue Heimat wird das Thema "Klima" bereits seit vorigem Jahr intensiv in den Unterricht miteingebaut. So war ein eigener "Klimaclown" an der Schule und es gab eine informative Ausstellung "Coole Kids für prima Klima". "Wir hatten etwa das Thema Recycling und die Herstellung von Papier", erzählt die Projektverantwortliche Lehrerin, Karin Jansky. "Dabei wurde mit einer sogenannten Klimafee das Thema Mülltrennung praktisch erklärt und vermittelt. Die Klimafee erzählt etwa von den Sorgen eines Baumes und seiner Rolle für die Schultasche. Die Kinder konnten dabei selbst Papier schöpfen und stellten eigene Einladungskarten aus Recyclingpapier her."

Mit den Schrittzählern messen sich die Kinder der Volksschule Markt und Neue Heimat seit November: Sie schauen ein Mal wöchentlich, wie viele Schritte sie insgesamt gegangen sind. Das eventuelle Ziel: Ein Mal um die ganze Welt zu wandern. Marie legt so stolze 38.000 Schritte zurück und Adrian ist bei durchschnittlich 14.000: "Aber ich gehe ohnehin lieber zu Fuß", sagt er. Sami meint, dass er seither kaum mehr am Computer sitze und Arman hat mit seinen Eltern besprochen, dass sie nun mehr zu Fuß gehen. Adile wiederum läuft seither mit ihrem Vater täglich gut zweieinhalb Stunden. "Das ist eine Motivation, die nicht nur auf Kinder, sondern auch auf Lehrer übergreift", meint Direktorin Andrea Kaserbacher. "So können wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe erwischen. Denn es geht nicht nur um Klimaschutz, sondern auch um mehr Bewegung für die Kinder. Toll, wenn sich hier das Prinzip Vorbild sogar dreht."

Besprochen wurde auch der "ökologische Fußabdruck" - welch ein schwieriges Wort, so Alexandra, die aber weiß, was das bedeutet, nämlich, "dass ich jetzt nichts mehr verschwende und weniger Strom benütze. Weil sonst wird die Welt nur noch schlechter."

Aufgerufen am 19.10.2019 um 10:08 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/mit-roten-uhren-ein-mal-um-die-welt-wandern-61183297

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