Chronik

Mord in Zell am See: Auch zweiter Verdächtiger sitzt in U-Haft

Der 18-Jährige wurde am Freitag festgenommen. Ein 17-Jähriger hatte ihn als Mittäter belastet.

20-Jährige wurde am 20. Oktober in einem Mehrparteienhaus in Zell am See erschossen. SN/APA/FRANZ NEUMAYR
20-Jährige wurde am 20. Oktober in einem Mehrparteienhaus in Zell am See erschossen.

Das Landesgericht Salzburg hat am Sonntagabend über den 18-jährigen zweiten Verdächtigen im Mordfall Zell am See die Untersuchungshaft verhängt. Der Pinzgauer war am Freitag festgenommen worden, nachdem ihn der 17-jährige Haupttatverdächtige belastet hatte.
"Die U-Haft wurde wegen des dringenden Tatverdachts der Anstiftung zum Mord verhängt", sagte Peter Egger, Sprecher des Landesgerichts. Es bestehe Tatbegehungs- und Verdunkelungsgefahr. Der 17-Jährige behauptete, der 18-Jährige habe ihn zur Tat angestiftet und sei als Fahrer beteiligt gewesen. Auch der Umbau der Schreckschusspistole soll die Idee des 18-Jährigen gewesen sein. Der beschuldigte 18-Jährige ist zum Tatvorwurf nicht geständig. Er sitzt seit Freitag in der Justizanstalt Salzburg. In 14 Tagen ist die nächste Haftprüfung.
Der 17-Jährige war am Wochenende vor Weihnachten festgenommen worden, kurz darauf wurde die Untersuchungshaft verhängt. Die mutmaßliche Tatwaffe, eine umgebaute Schreckschusspistole wurde sichergestellt. Die 20-jährige Frau war am 20. Oktober gegen 21.30 Uhr im Eingangsbereich ihrer Wohnung in einer Siedlung nördlich des Zentrums von Zell am See getötet worden. Die Einheimische wurde von mehreren Projektilen in den Oberkörper getroffen und starb noch im Stiegenhaus des Mehrparteienhauses. Laut Obduktion verblutete sie innerlich. Der 17-jährige Verdächtige gestand die Tat am 9. Jänner.

Quelle: SN, Apa

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