Chronik

Mordfall Salzburg-Lehen: Die Polizei sucht international nach diesem Verdächtigen

Der 31-jährige Albaner Klodjan Fusha soll der mutmaßliche Tatverdächtige sein. Der Mann ist auf der Flucht und wird nun per Interpol-Fahndung gesucht. Die Tatwaffe ist mittlerweile gefunden und auf Spuren untersucht.

Am 4. Juni kam es vor einem Lokal in Salzburg-Lehen zu den tödlichen Schüssen. SN/fmt
Am 4. Juni kam es vor einem Lokal in Salzburg-Lehen zu den tödlichen Schüssen.

Seit Sonntag sitzt ein Verdächtiger in Zusammenhang mit den tödlichen Schüssen in Salzburg-Lehen am 4. Juni in Untersuchungshaft. Der 34-jährige Albaner, für den am Freitag in Wien die Handschellen klickten, soll in den Mord an einem 46-jährigen Bosnier involviert sein. Der Mann wurde von einer Kugel in den Oberkörper getroffen und erlag vor einem Lokal in der Ignaz-Harrer-Straße seinen Verletzungen. Der 24-jährige Sohn des Mannes erlitt einen Oberschenkeldurchschuss.

Beim Verhafteten, der laut seinem Anwalt Kurt Jelinek jede Beteiligung an der Bluttat bestreitet, handelt es sich allerdings nicht um den gesuchten mutmaßlichen Schützen. Dieser befindet sich weiter auf der Flucht. Die Polizei sucht den Mann nun mit Namen und Passfoto: Beim Verdächtigen handelt es sich im Klodjan Fusha (Spitzname "Klod"). Der Mann wurde am 16. August 1987 in der albanischen Hauptstadt Tirana geboren. Eine Interpolfahndung nach dem Verdächtigen ist aufrecht. Zudem wurde seitens des Landesgerichts Salzburg eine Festnahmeanordnung sowie ein Europäischer Haftbefehl erlassen.

Die Kriminalisten hielten sich am Montag zu Details bedeckt - aus ermittlungstaktischen Gründen, wie die Polizei betonte. SN-Recherchen zufolge soll Fusha im Ausland bereits eine mehrjährige Haftstraße verbüßt haben. Zuletzt wohnte er offenbar in Salzburg. Angeblich soll der Albaner auch den nunmehr in U-Haft sitzenden Landsmann schon länger gekannt haben.

Klarheit gibt es betreffend der am vorigen Wochenende nahe des Tatorts gefundenen Pistole. "Es handelt sich tatsächlich um die Tatwaffe vom 4. Juni", sagte Rainer. Das hätten die vom Bundeskriminalamt durchgeführten Vergleichsuntersuchungen mit den Patronenhülsen ergeben, die die Spurensicherung vor dem Lokal in der Ignaz-Harrer-Straße sichergestellt hatten. Unklar sei aber, ob die Waffe der Verdächtige abgefeuert hat - entsprechende Auswertungen seien laut der Sprecherin nicht abgeschlossen.

Quelle: SN

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