Chronik

Muscheln für Grotte gespendet: Mithilfe der Salzburger war ausschlaggebend für Restaurierung

Hätten nicht Bürgerinnen und Bürger hunderte Muscheln eingesandt, wäre die Renovierung der Herkulesgrotte nicht so prachtvoll gelungen.

An die achttausend Sägezahn- oder Dreiecksmuscheln, vergoldet, etwa eintausend weitere für die Blütenblätter sowie gut hundert exotische Muscheln für die Mitte der Blüten haben die Restauratoren Josef Voithofer und Johannes Duda samt ihrem Team in den vergangenen zweieinhalb Monaten verbaut. Sie haben in der "Dietrichsruh", einem Teil der Alten Residenz (heute Teil der Juridischen Fakultät der Universität Salzburg), die Nischengrotte mit Herkulesfigur restauriert.

Das Erfreuliche an der Arbeit waren einerseits die hervorragenden und genauen Befunde der Stuckierungen und der Blütenornamente, die eine höchst exakte Rekonstruktion möglich machten.

Andererseits war die Mithilfe der Salzburgerinnen und Salzburger ausschlaggebend für den Erfolg der Arbeiten. "Zahlreiche Menschen sind unserem Aufruf gefolgt und haben daheim ihre Mitbringsel und Muschelschätze aus vergangenen Urlauben durchforstet. Sie haben uns jede Menge Muscheln zugeschickt - ohne die wäre uns der Auftrag nicht so ausgezeichnet gelungen", lobt Voithofer das Engagement der Bürgerinnen und Bürger in höchsten Tönen.

In zahllosen Arbeitsstunden haben die Restauratoren den Urzustand wieder hergestellt. "Wir hatten die Abdrücke, deshalb wussten wir so genau, um welche Schalen es sich handelte", so Voithofer. Hauptsächlich Muscheln und Schnecken aus der Adria hatten die seinerzeitigen Künstler im Rundbogen der Grotte verwendet. Sie ist der noch erhaltene Rest des Lustgartens von Fürsterzbischof Wolf Dietrich, eben die so genannte Dietrichsruh. Sie und Teile der Sala Terrena lassen auf die einstige prachtvolle Ausstattung schließen. "Vermutlich sollte die Grotte zum Verweilen und Staunen einladen, man wollte damit auch zeigen, was man hatte." Die Herkulesstatue aus weißem Marmor hatte ursprünglich einen anderen Standort und wird demnächst wohl in die Sala Terrena versetzt werden.

Mitte November hat das Team die Arbeiten abgeschlossen. Jetzt erstrahlen Wände und Rundbögen wieder im repräsentativen Glanz.

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