Chronik

"Musik ist ein Lebenselexier"

Ihre Begeisterung für Musik gibt sie weiter. Martina Mayr legte bereits viele "Klangspuren".

Martina Mayr trägt unter anderem großen Anteil am Bischofshofener Adventsingen oder als Mitverantwortliche für das Amselsingen. SN/sw/riedler
Martina Mayr trägt unter anderem großen Anteil am Bischofshofener Adventsingen oder als Mitverantwortliche für das Amselsingen.

In Bischofshofen kennen Martina Mayr natürlich viele aus ihrer eigenen Schulzeit, immerhin war sie 40 Jahre als Volksschullehrerin aktiv und engagierte sich als solche für die musikalische Förderung aller Schüler. Ihre Klassen nahmen an Landes-Jugend-Singwettbewerben quer durch Österreich teil: "Der Chor ist eine soziale Gruppe und jeder stützt hier den anderen. Mir war es wichtig, dass immer alle Kinder teilnehmen konnten."

Wenn Mayr erzählt, dann geschieht das mit großer Inbrunst. Die 70-jährige Bischofshofenerin überzeugt dabei mit ihrer Leidenschaft. Die Leidenschaft zur Musik - sie spielt Akkordeon, Gitarre, Klavier und Flöte - war ihr in die Wiege gelegt. Ihre Eltern musizierten früh mit den Kindern, die "Familienmusik Mayr" spielte und gewann bereits 1967 beim Amselsingen: "So bin auch ich damit in Berührung gekommen." 2015 übernahm sie gemeinsam mit Klaus Vinatzer und Caroline Koller die künstlerische Leitung. "Wir wählen die Teilnehmergruppen aus und wollen die Schönheit und Vielfalt der Volksmusik aufzeigen und auch die Jugend begeistern."

Musikerziehung mit allen Sinnen, nämlich auch dazu spielen, singen oder tanzen, das war und ist ihr Credo. So kennt man sie als Kirchenchorleiterin, als Gründerin - gemeinsam mit Klaus Vinatzer - des Bischofshofener Salonorchesters (1994), des Passionssingens, "gemeinsam mit den Pongauer Bläsern, das von Josef Radauer dann für andere Orte weiterentwickelt wurde. Pater Hager hatte ebenso einen großen Anteil daran." Mayr trägt großen Anteil am Bischofshofener Adventsingen oder als Mitverantwortliche für das Amselsingen.

Den Kirchenchor übernahm sie 1979 und von 1986 bis 2020 gemeinsam mit Andreas Gassner, dem nunmehrigen Chorleiter. Noch immer singt sie mit Begeisterung, "das ist ein wahnsinnig wichtiger und großer Teil meines Lebens. Ich habe der Chorgemeinschaft viel zu verdanken, bin dort beheimatet.

Ich wünsche mir so sehr, dass die Kraft des Singens noch viel mehr junge Menschen begeistert. Dass sie merken, wie gut das tut. Singen kann jeder Mensch, wenn auch nicht jeder gleich gut singt, aber trotzdem wird man in einer Gemeinschaft getragen. Ich selbst habe so Kraft für viele traurige Lebensabschnitte bekommen." Der Kirchenchor in Bischofshofen erfüllt nicht nur liturgische Aufgaben, "wir haben so viele gemeinsame, kreative und verschiedenste Auftritte."

Im vergangenen Jahr wurde das 60-Jahre-Jubiläum des Amselsingens gefeiert, "und wir wollen, dass es noch mindestens 60 Jahre weitere Aufführungen gibt." Volksmusik ist für Mayr nicht einfach zu definieren, "sie muss uns berühren und unsere Seele erreichen. Oft schaffen das die einfachsten und schlichtesten Lieder."

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