Chronik

"Mut zur Natur" lässt Oberpinzgauer Gemeinden aufblühen

Neun Oberpinzgauer Gemeinden setzen bei den Gemeinde-, Schul-, und Kindergärtenflächen auf Artenvielfalt statt auf monotones Grün.

Bürgermeisterin Sonja Ottenbacher, Michael Altenberger, Landesrätin Maria Hutter, Margret Mitterer, Rosi Meusburger und Gemeinderätin Andrea Huber helfen bei der Verschönerung von Stuhlfelden. SN/land salzburg / neumayr – leop
Bürgermeisterin Sonja Ottenbacher, Michael Altenberger, Landesrätin Maria Hutter, Margret Mitterer, Rosi Meusburger und Gemeinderätin Andrea Huber helfen bei der Verschönerung von Stuhlfelden.

Mut zur Natur zeigen neun Oberpinzgauer Gemeinden. "In den vergangenen Jahrzehnten war es üblich, öffentliche Flächen als monotone Rasenflächen, die häufig gemäht werden, zu gestalten", erklärt Landesrätin Maria Hutter. "Mit dem Projekt ,Mut zur Natur' werden diese Gemeindeflächen zu blühen beginnen. Mehr Natur bei den Schulen, Kindergärten, Spielplätzen, öffentlichen Anlagen, aber auch in den Hausgärten ist das Ziel. Die Vielfalt in der Natur muss uns allen ein Anliegen sein."

Blühflächen werden angelegt

Geht es nach den Projektbetreuerinnen vom Obst- und Gartenbauverein Mittersill, Rosi Meusburger und Margret Mitterer, kann dies gar nicht schnell genug gehen. Gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner, dem Regionalverband Oberpinzgau und der Klima- und Energie-Modellregion, sowie mit Unterstützung der Naturschutzabteilung des Landes Salzburg werden in den nächsten Wochen die ersten Blühflächen in den Gemeinden Krimml, Wald im Pinzgau, Neukirchen, Bramberg, Hollersbach, Mittersill, Stuhlfelden, Niedernsill und Piesendorf angelegt.

Regionales Pflanzgut

Kuckucks-Lichtnelken, Margeriten, Wiesen-Platterbsen, Rote Lichtnelken, Schafgarben oder Steifhaariger Löwenzahn: Ende April haben die Gemeinden bereits Pflanzenlieferungen der Gärtnerei anderskompetent Oberrain/Unken bekommen, die für das Land Salzburg ausgewähltes, regionales und standortgerechtes Pflanzgut anbaut. Das im Pinzgau gewonnen Wildblumensaatgut wird von der Naturschutzabteilung des Landes bereitgestellt, Gartenmeister Franz Hönegger berät die Gemeinden bei der Anlage.

Bitte um Geduld

"Wir gehen einen neuen Weg, denn eine Veränderung kann nur durch den Zusammenhalt vieler und durch die Vorreiterrolle der Gemeinden erreicht werden. Wir freuen uns sehr, dass hier die Gemeinden bereit waren, mitzumachen. Durch die Schulung der Gemeindemitarbeiter hoffen wir, dass alles bestens wächst und gedeiht. Wir bitten unsere Mitbürger um mehr Mut zur Natur und ein wenig Geduld, denn Blühflächen brauchen Zeit, um sich entfalten zu können", betonen die Initiatorinnen Margret Mitterer und Rosi Meusburger.

Neuer Lebensraum für Insekten

"Die Gemeinden mit ihren öffentlichen Blühflächen sollen als Vorbilder dienen. Damit möchten wir unsere heimischen Pflanzen wieder in den Mittelpunkt holen, neuen Lebensraum für Insekten schaffen und die Artenvielfalt fördern", erläutert Natur-Landesrätin Maria Hutter. "Dieses engagierte Projekt für mehr Biodiversität auf Grünflächen zeigt, dass wir gemeinsam vieles für mehr Artenvielfalt erreichen können."

Quelle: SN

Aufgerufen am 05.12.2020 um 06:31 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/mut-zur-natur-laesst-oberpinzgauer-gemeinden-aufbluehen-86945314

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