Chronik

Mutmaßlicher Stalker vor Gericht: SMS-Terror und Sex-Video

28-jähriger Salzburger soll der Ex-Freundin mit der Verbreitung pikanter Bilder gedroht haben.

Mutmaßlicher Stalker vor Gericht: SMS-Terror und Sex-Video SN/APA (dpa)/Arno Burgi
Salzburger soll der „Ex“ mit Verbreitung pikanter Bilder gedroht haben.

Auf besonders massive Weise soll ein 28-jähriger Salzburger über viele Monate hindurch seiner jungen Ex-Freundin nachgestellt und sie dadurch in Furcht und Angst versetzt haben.

Den Ermittlungen zufolge schickte er der inzwischen 20-Jährigen zwischen Februar 2015 und Jänner 2016 immer wieder SMS, WhatsApp-Nachrichten oder E-Mails mit erniedrigenden und beleidigenden Inhalten. Weiters rief er die "Ex" zuhause und an ihrer Arbeitsstelle zig Mal an. Und im Oktober 2015 soll er sie einmal sogar mit dem Umbringen bedroht haben.

Doch nicht nur das: Laut Strafantrag der Staatsanwaltschaft drohte der bereits vorbestrafte arbeitslose Mann der jungen Frau auch damit, dass er ihrem Arbeitgeber Fotos und Videos zukommen lassen werde, die sie bei früheren sexuellen Handlungen mit Männern zeigen. Zur Untermauerung dieser Drohung habe der 28-Jährige auch einen einschlägigen Screenshot an eine Bekannte der Ex-Freundin geschickt.

Am Donnerstag saß der nicht geständige Angeklagte in einem bereits fortgesetzten Prozess nun erneut vor Einzelrichterin Anna-Sophia Geisselhofer. Die Vorwürfe: neben gefährlicher Drohung und beharrlicher Verfolgung ("Stalking") auch das Vergehen der "pornografischen Darstellung Minderjähriger". Der letztgenannte Straftatbestand bezieht sich auf intime Bilder, auf denen die damals noch minderjährige Ex-Freundin zu sehen ist, und die der Angeklagte mehreren Personen zugänglich gemacht haben soll.

Die inzwischen 20-jährige Frau, vertreten von Rechtsanwaltsanwärter Christoph Mandl (Kanzlei Jelinek), belastete den 28-Jährigen in ihren Vernehmungen schwer. Über ihren Rechtsvertreter begehrt sie als Privatbeteiligte (Geschädigte) 300 Euro Teilschmerzensgeld vom "Ex".

Brisant: In der fortgesetzten Verhandlung am Donnerstag legte Mandl Ausdrucke von rund 30 neuen SMS- oder WhatsApp-Nachrichten vor, die der 28-Jährige - ungeachtet des laufenden Strafverfahrens - in den vergangenen Wochen an die Ex-Freundin geschickt haben soll. Der Angeklagte bestritt dies jedoch vehement: "Das habe ich nicht geschrieben. Definitiv nicht." Er, so der 28-Jährige, habe seit längerem ja gar kein Handy mehr und auch keinen E-Mail-Account.

Die Richterin vertagte erneut.

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