Chronik

Nach 15 Jahren dankt Toni Kaufmann in Golling ab

Peter Harlander hat heute, Mittwoch, den Bürgermeistersessel in Golling übernommen. Sein Vorgänger blickt durchaus zufrieden zurück - daran ändert auch sein Ruf als "Nashorn-Diplomat" nichts.

Kauf und Nutzbarmachung der Burg Golling; ein generalsaniertes Schulgebäude für die NMS; Vollendung des Hochwasserschutzes; das "Ufo"-Probelokal für die Musikkapelle; Umwandlung des Hallenbades in die "Aqua Salza"-Therme und zuletzt deren Übernahme durch die Gemeinde: Es ist allein baulich eine beeindruckende Bilanz, die Toni Kaufmann nach 15 Jahren als Bürgermeister hinterlässt. "Mein Ziel war, dass es mit Golling vorwärts geht, und das ist, glaube ich, aufgegangen. Wir stehen sehr gut da, was die Struktur angeht, die Geschäfte, Gastro, Freizeitmöglichkeiten. Golling ist einfach lebenswert", meint Kaufmann im TN-Gespräch. "Es gab natürlich Auseinandersetzungen, mir wurde ja auch oft ,Nashorn-Diplomatie' vorgeworfen. Aber ich schaue insgesamt positiv zurück."

Die offizielle Übergabe des Bürgermeisteramtes geht heute, Mittwoch, in einer Sitzung der Gemeindevertretung über die Bühne, danach findet ein Festakt statt, bei dem Gerüchten zufolge Kaufmann auch die Ehrenbürgerschaft verliehen werden soll.

Kaufmann bleibt auch weiterhin rührig

Ganz zum Privatier wird der Dann-Ex-Ortschef aber nicht: Er arbeitet weiterhin geringfügig in seinem Brotberuf als Vermessungstechniker, bleibt Obmann des Gästeservice Tennengau und der Gollinger Struberschützen sowie zweiter Geschäftsführer des Aqua Salza. Sein Tipp an seinen Nachfolger: "Es ist wichtig, dass du eine Linie hast, dass du auch einmal Nein sagen kannst, sonst fängst du an, Slalom zu fahren, und irgendwann fädelst du ein."

Gemeinderat Peter Harlander kristallisierte sich im Herbst 2017 als Nachfolger für den ÖVP-Ortschef heraus, nachdem sich Vizebürgermeister Josef Hettegger aus der Gemeindepolitik zurückgezogen hatte. "Ich bin sehr froh, dass sich Peter dafür bereit erklärt hat", sagt Kaufmann, der anlässlich der Übergabe auch zum Gollinger Ehrenbürger ernannt wurde. "Toni hat mich gleich miteingebunden, ich habe schon viel von ihm gelernt, das ist natürlich ein Vorteil für die Aufgabe. Aber ich war trotzdem überrascht, wie umfangreich das Ganze ist", sagt Harlander. Der 35-Jährige sitzt seit 2014 in der Gemeindevertretung, seit 2016 ist er Gemeinderat. Als Polizist am Posten Golling lässt er sich ab 1. August vom Dienst freistellen, um sich ganz auf den Job als Bürgermeister konzentrieren zu können.

Große Bauprojekte, Kinderbetreuung und Verkehrsthemen stehen an

Die "großen Brocken" der nächsten Jahre, der Neubau des Seniorenheims und die neuen Bahnunterführungen, hat Kaufmann noch in die Wege geleitet. Davon abgesehen würden auch die Kinderbetreuung und der Durchzugsverkehr im Markt wichtige Themen der nächsten Jahre, meint Harlander: "Das bringt die heutige Gesellschaft einfach mit sich." Kaufmann betont, er stehe seinem Nachfolger natürlich weiterhin gern mit Rat zur Seite: "Vor allem in Sachen Seniorenheim und Bahnunterführung werden wir sicher noch einige Male telefonieren."

Mit dem Wechsel beginnt auch das Sesselrücken in der ÖVP-Fraktion: Franziska Wagner übernimmt Harlanders Vizebürgermeisteramt, ihren Platz als Gemeinderätin nimmt Andrea Waldl ein und neu in die Gemeindevertretung kommt Theresia Rettenbacher.

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