Chronik

Nach Absturz von Hannes Arch: Wrack wird in Wien untersucht

Die Ursache für den tödlichen Hubschrauber-Absturz von Hannes Arch bleibt weiterhin unklar.

Das Hubschrauberwrack, mit dem der Extremsportler Hannes Arch in der Nacht auf Freitag in den Tod gestürzt war, wurde am Montag nach Wien gebracht. Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hatte die Beschlagnahmung angeordnet. Es wurde am Samstag geborgen und soll nun in Wien technisch untersucht werden. Die Ursache des Unglücks in den Hohen Tauern bei Heiligenblut in Kärnten war zunächst weiter unklar.

Der Zustand des schwer verletzten zweiten Hubschrauberinsassen, eines 62-jährigen Deutschen, verbesserte sich am Wochenende. Er konnte bereits am Samstagvormittag von Beamten des Landeskriminalamts befragt werden. Bestätigt worden sei, dass Arch definitiv selbst geflogen sei. Die Polizei hoffte, dass seine Zeugenaussage weitere wichtige Details zum Absturz liefern könnte. "Eine erste Befragung hat allerdings keine neuen Erkenntnisse gebracht. Es wird jedoch noch eine Niederschrift geben", sagte Kärntens Polizeisprecher Michael Masaniger.

Wrack wird monatelang untersucht

Auch Johannes Woldrich, Leiter der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes im Verkehrsministerium und die anderen Experten der Kommission, die den Unfall untersucht, werden den Hüttenwart noch befragen.

Die technischen Untersuchungen an dem Hubschrauberwrack werden rund vier Monate dauern, sagte Woldrich. Erst wenn man einen technischen Fehler ausschließen könne, werde in Richtung menschliches Versagen ermittelt. Zuerst werde man sich etwa das Triebwerk genau anschauen und Kontakt zu den Herstellerfirmen des Hubschraubers aufnehmen. "Jetzt ist einmal alles erfasst und fotografiert." Etwas Besonderes aufgefallen sei zunächst nicht.

Quelle: APA

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