Chronik

Nach den Unwettern: Die Hilfe kam in Großarl an

Ende August haben Unwetter mit Vermurungen Großarl hart getroffen. Der Katastrophenfonds hat für dringende Sofortmaßnahmen 650.000 Euro bereitgestellt. "Es war erforderlich, rasch zu handeln, um die Schutzbauten vor den nächsten Niederschlägen wieder voll funktionsfähig zu machen," sagte Landesrat Josef Schwaiger am Dienstag.

Beim Lokalaugenschein am Dienstag in Großarl-Kronau: Josef Viehhauser und Landesrat Josef Schwaiger. SN/lmz
Beim Lokalaugenschein am Dienstag in Großarl-Kronau: Josef Viehhauser und Landesrat Josef Schwaiger.

Die Schutzbauten haben sich bewährt. "Allein die Wildbachsperren im Augraben haben 70.000 Kubikmeter an Geröll zurückgehalten. Dagegen zeigte sich am unverbauten Schiedgraben, was bei schweren Unwettern ohne Wildbachsperren passieren kann. Binnen weniger Minuten wurde der gesamte Siedlungsbereich mit der Landesstraße vermurt," erklärte Leonhard Krimpelstätter von der Wildbachverbauung Salzburg.

Bürgermeister Josef Rohrmoser lobt die Zusammenarbeit mit dem Katastrophenfonds bei der Aufnahme und Bewertung der 95 Schadensfälle: "Die Hilfe gelangte in kurzer Zeit dorthin, wo sie gebraucht wurde." Allein in Großarl wurden 95 Schadensfälle im Ausmaß von 1,6 Mill. Euro an den Katastrophenfonds gemeldet. Besonders hart getroffen wurden Josef Viehhauser und seine pflegebedürftige 87-jährige Mutter, deren Wohnhaus nahezu komplett zerstört wurde. Dank einer Soforthilfe aus dem Salzburger Katastrophenfonds konnten die schlimmsten Schäden bereits beseitigt werden.

Quelle: SN

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