Chronik

Nach Familiendrama: Obduktion bestätigt vermuteten Tatverlauf

Die Obduktion der Leichen nach dem Drama von Henndorf ist abgeschlossen, das Tatmotiv bleibt völlig unklar.

Nach dem Familiendrama in Henndorf werden die Leichen abtransportiert. SN/chris hofer
Nach dem Familiendrama in Henndorf werden die Leichen abtransportiert.

Nach dem Tod einer 74-jährigen Frau und ihres 43-jährigen Sohnes in Henndorf-Wankham gab die Salzburger Polizei das Obduktionsergebnis bekannt: Demnach wurde die Frau mit zwei Schüssen aus einem Kleinkalibergewehr getötet, der Sohn hat sich nach der Spurenlage selbst angeschossen und sich dabei in eine Seilschlinge fallen lassen.

Die beiden Toten wurden, wie berichtet, am Donnerstagnachmittag von einer besorgten Nachbarin entdeckt. Sie hatte nahezu täglich Kontakt mit der 74-Jährigen gehabt. Ebenfalls tot aufgefunden wurde einer der drei Hunde, die sich auf dem Anwesen befanden. Dieser dürfte ebenfalls von dem Sohn erschossen worden sein.

"Bei der Tatwaffe handelt es sich ein Kleinkalibergewehr, das nicht meldepflichtig ist", sagte Polizeisprecherin Eva Wenzl. Woher die Waffe stamme, sei bislang noch ungeklärt. Nach der gerichtlich angeordneten Obduktion in Salzburg wurden die beiden Toten noch am Freitag zur Beerdigung freigegeben.

Über ein mögliches Tatmotiv kann die Salzburger Polizei bislang noch nichts sagen. Ein Abschiedsbrief wurde nicht gefunden. Man werde den Jahreswechsel abwarten und in der kommenden Woche mit den nächsten Angehörigen sowie Bekannten der beiden Toten sprechen, so die Darstellung der Polizei.

In Henndorf hat die Nachricht vom gewaltsamen Tod von Mutter und Sohn große Betroffenheit ausgelöst. Die Leute hätten im Ortsteil Wankham sehr zurückgezogen gelegt, heißt es.

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