Chronik

Nach Kritik: Es bewegt sich was in der Alten Schmiede

Der zu Jahresbeginn eröffnete neue Veranstaltungssaal auf der Pernerinsel in Hallein wird nach geharnischter Kritik mehrerer Kulturschaffender und Veranstalter adaptiert.

„Krisensitzung“ in der Alten Schmiede auf der Pernerinsel. Nach einem mehrstündigen Gespräch wurden weitere Schritte zur Verbesserung des Veranstaltungssaales beschlossen.  SN/sw/privat
„Krisensitzung“ in der Alten Schmiede auf der Pernerinsel. Nach einem mehrstündigen Gespräch wurden weitere Schritte zur Verbesserung des Veranstaltungssaales beschlossen.

Die Kritik der Halleiner Kulturschaffenden an der Anfang 2018 eröffneten Alten Schmiede war verheerend: Die Tribüne sei nur für Kinder geeignet, der Boden gefährlich, die Lichttechnik unpassend und die Tonanlage unzureichend. Nach zahlreichen Gesprächen und einer Marathonsitzung in der vergangenen Woche wird jetzt nachgebessert.

"Einige Dinge sind schon im Laufen", betont Kulturstadträtin Eveline Sampl-Schiestl (ÖVP). So werde das ungeeignete Fugenmaterial am Fußboden parallel zum Veranstaltungsbetrieb ausgetauscht. Die Beleuchtung sei bereits neu eingestellt worden. Dazu kommen kleinere Verbesserungen im Garderoben- und Aufenthaltsbereich. "Vieles werden wir noch in diesem Jahr umsetzen können, einiges wird aber auch erst 2019 möglich sein",betont Sampl-Schiestl. So sei heuer kein Budget mehr für notwendige weitere Monitorboxen vorhanden.

"Es ist sehr viel guter Wille von allen Seiten da." Christa Hassfurther, Kulturschaffende

In den vergangenen Monaten habe sich zudem herausgestellt, für welche Art von Veranstaltungen die Alte Schmiede geeignet oder weniger geeignet sei. "Man kann nicht in jedem Raum alles machen. Zum Glück haben wir in Hallein eine Vielzahl an Veranstaltungsstätten", sagt Sampl-Schiestl. Zukunftsziel sei es, Veranstaltern den für die jeweilige Veranstaltung am besten geeigneten Ort empfehlen zu können.

Beim Verein Sudhaus zeigt man sich über die "konstruktiven Gespräche auf Augenhöhe" zwischen Vertretern der Stadtgemeinde und der Halleiner Kulturszene erfreut. "Man hat schon das Gefühl, dass hier im Rahmen der Möglichkeiten etwas weitergeht", sagt Julia Webersberger. Sie vertritt ab Ende November Sudhaus-Geschäftsführerin Simone Seymer während ihrer Babypause.

Als eine der Sofortmaßnahmen für die Alte Schmiede wurde mit Helfried Hassfurther ein neuer Beleuchtungsplan ausgearbeitet. "Was ich erlebe, ist der Versuch, das Beste daraus zu machen. Es ist sehr viel guter Wille von allen Seiten da", sagt Christa Hassfurther. Trotzdem müsse die Entscheidung getroffen werden, ob man die Alte Schmiede als Kulturraum oder als Mehrzwecksaal nutzen möchte.

Aufgerufen am 18.10.2019 um 01:12 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/nach-kritik-es-bewegt-sich-was-in-der-alten-schmiede-60868174

Freud und Leid der Hüttenwirte

Freud und Leid der Hüttenwirte

Helmut Pfitzer, besser bekannt als "Stahlhaus-Heli", hat ein Buch über die schönen und auch schlechten Zeiten eines Hüttenwirts verfasst.

Schlagzeilen