Chronik

Nach Überflutungen im Flachgau: Wieder starke Regenfälle angesagt

Am Mittwoch hatte es in vielen Teilen des Flachgaus nach stundenlangen schweren Regenfällen "Land unter" geheißen - am Donnerstag früh hat sich die Situation entspannt.

"Wir haben derzeit nur einen Einsatz in Lamprechtshausen, wo Kollegen einen Keller auspumpen", betonte ein Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos am Donnerstagvormittag im SN-Gespräch. Nachdem aber für heute Nachmittag wieder stärkerer Regen angesagt sei, könne sich die Lage wieder zuspitzen.

Überschwemmungen im Flachgau: Die vorläufige Bilanz

Eine Vielzahl von überfluteten Straßen, Unterführungen und Feldern, dazu Verklausungen von Bächen und zahlreiche unter Wasser stehende Keller: Die Feuerwehren hatten bis in die Nachtstunden hinein alle Hände voll zu tun. Allein im Flachgau gab es fast 277 Einsätze; 560 Feuerwehrleute von insgesamt 25 örtlichen Wehren kämpften gegen das Wasser. Stark betroffen waren Lamprechtshausen, Michaelbeuern und Berndorf. "Der ganze Dorfplatz war in Berndorf überschwemmt", schilderte Bezirkskommandant Johannes Neuhofer.

Auch in der Stadt Salzburg mussten bei 11 Einsätzen rund 30 Feuerwehrleute einige Keller auspumpen und Verklausungen in kleineren Gewässern entschärfen.

Hochwasserschutz in Obertrum besteht Bewährungsprobe

Die neuen Hochwasserschutzbauten in Obertrum bestanden am Mittwoch ihre erste Bewährungsprobe. Die Mattig schwoll höher an als beim Hochwasser im Jahr 2013. "Der neue Hochwasserschutz und die Alarmierungskette haben perfekt funktioniert. Die Menschen in Obertrum sind nun auch bei solchen Starkregenereignissen wieder sicher", sagte Simon Wallner, Bürgermeister von Obertrum. Die Feuerwehr habe sofort nach der Alarmierung die Pumpen in Betrieb genommen und den mobilen Hochwasserschutz errichtet. "So konnten die Wassermassen weitestgehend ohne Schäden abgeführt werden", erklärte Wallner.

Entspannung ist erst nächste Woche in Sicht

Ein Tiefdruckgebiet über Österreich ist die Ursache für die starken Niederschläge. Wie lange diese Wettersituation noch anhalten werde, kann Christian Ortner von der Salzburger Wetterdienststelle nur vage beantworten: "Ich rechne, dass es ab Sonntag oder Montag wieder etwas wärmer wird und sich das Tief verzieht." In den kommenden Tagen werde sich die feuchte Luft immer wieder regenerieren und gepaart mit Gewittern für zeitweise starken Regen sorgen.

Hochwassergefahr an den großen Flüssen herrscht aber nicht. Salzach und Saalach sind wieder deutlich unter die Meldegrenze zurückgefallen. Laut Hydrografischem Dienst sind auch die Pegel der kleineren Bäche im Flachgau wieder gesunken.

Aufräumen nach Katastrophe mit vier Toten in Bayern

Weit schlimmer als Salzburg war am Mittwoch Niederbayern von Unwettern betroffen. Bei der Flut, die nach starken Regenfällen mehrere Orte in Bayern teils meterhoch überschwemmte, waren am Mittwoch vier Menschen ertrunken. Die braunen Wellen hatten Keller, Tiefgaragen und Erdgeschoßwohnungen binnen kürzester Zeit überflutet, viele Autos mit dem Strom weggerissen, tausende Haushalte waren ohne Strom. Auch in Frankreich kam bei schweren Überschwemmungen mindestens ein Mensch ums Leben. In Teilen Oberösterreichs, vor allem im Innviertel, kam es zu Überflutungen. Etliche Straßen wurden gesperrt. Im Bezirk Braunau haben heute die Pflichtschulen zu. Weitere starke Regenfälle wurden vorhergesagt.

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