Chronik

Nach Unwettern in Muhr: 70.000 Euro kommen aus Katastrophenfonds

Zwei Wochen nach den schwren Unwettern sagt das Land der Lungauer Gemeinde Muhr finanzielle Hilfe zu.

Zwei Wochen nach den schwren Unwettern sagt das Land der Lungauer Gemeinde Muhr finanzielle Hilfe zu.  SN/privat
Zwei Wochen nach den schwren Unwettern sagt das Land der Lungauer Gemeinde Muhr finanzielle Hilfe zu.

288 Fälle aus allen Bezirken lagen am Mittwoch auf dem Tisch, als einander Landesrat Josef Schwaiger, Experten und Bürgermeister bei der Sitzung des Katastrophenfonds trafen. Leidtragende waren in diesem Unwetter-Sommer die südlichen Bezirke, vor allem die Bilder aus Muhr und Saalbach-Hinterglemm haben sich eingeprägt.

Der Katastrophenfonds des Landes wird auch den Lungauern nach dem Hochwasser in Muhr helfen. "Wir konnten nach dem Unwetter im Oktober schon heute in der Kommission 70.000 Euro an schneller Hilfe beschließen", sagt Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP). Insgesamt geht es nach den intensiven Regenfällen samt Überschwemmungen und Muren um eine Schadenssumme von mindestens einer Million Euro.

Die starken Regenfälle in Muhr haben nicht nur im Ortszentrum, sondern auch die Umgebung zu großen Schäden geführt. Bürgermeister Sepp Kandler sagte am Mittwoch: "Ich bin seither praktisch täglich unterwegs, jeden Tag entdecken wir neue Fälle." Auch Egon Leitner, Koordinator des Katastrophenfonds, hat heuer viel Zeit hauptsächlich im Glemmtal und Muhr verbracht. "Unsere Aufgabe ist nicht nur, den Umfang der Schäden zu erfassen und zu dokumentieren, wir beraten auch. Das gibt den Betroffenen in ihrer Situation oft Zuversicht", so Leitner.

288 Fälle aus allen Bezirken

Neben Muhr waren am Mittwoch auch alle anderen Bezirke, in denen der Unwetter-Sommer Spuren hinterlassen hat, Thema. Weiterer Hotspot ist Saalbach-Hinterglemm, wo es im August nach intensiven Regenfällen zu Überschwemmungen und Murenabgängen gekommen ist, auch hier hilft der Katastrophenfonds. "Extreme Wetterlagen nehmen vor allem im Alpenraum zu, das hat uns dieser Sommer wieder gezeigt. Sowohl im Glemmtal als auch in Muhr wurden durch die Schutzbauten der Wildbachverbauung jedoch noch weitere, weitaus größere Schäden verhindert. Riesige Mengen an Geröll und Holz wurden durch sie zurückgehalten", sagt Schwaiger.
Die Sitzung des Katastrophenfonds brachte am Mittwoch folgende konkrete Ergebnisse: 330 Fälle aus allen Bezirken - jene aus Muhr kamen noch dazu - lagen am Tisch, die Schadenssumme dieser beträgt 3,4 Millionen Euro, 1,7 Millionen Euro an Beihilfe wurden beschlossen. Die Fälle stammen vor allem aus den Jahren 2018 und 2017, gehen aber bis ins Jahr 2015 zurück.

Quelle: SN

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