Chronik

Nächtliche Suchaktion der Bergrettung nach zwei Pensionisten in St. Gilgen

Zwei Oberösterreicher haben sich beim Abstieg von der Eisenaueralm in einer Klamm verstiegen. Die über 80-jährigen Pensionisten konnten leicht verletzt und erschöpft geborgen werden.

Nächtliche Suchaktion der Bergrettung im Gemeindegebiet von St. Gilgen. SN/bergrettung
Nächtliche Suchaktion der Bergrettung im Gemeindegebiet von St. Gilgen.

Zwei Pensionisten aus Oberösterreich, die sich am Mittwoch beim Abstieg von der Eisenaueralm im Gemeindegebiet von St. Gilgen (Flachgau) verstiegen haben, konnten bei einer nächtlichen Suchaktion von Bergrettern geborgen werden. Sie waren leicht verletzt und erschöpft, wie der stellvertretende Bezirksleiter der Bergrettung im Flachgau, Manfred Grabner, am Donnerstag der APA schilderte.

Die Wanderer im Alter von 88 und 85 Jahren, die aus dem Bezirk Vöcklabruck stammen, waren am Nachmittag auf der Alm zunächst noch in einer bewirtschafteten Hütte eingekehrt und stiegen dann in Richtung Burggrabenklamm ab. Im Bereich der Unterackeralm bogen sie zu früh ab und gerieten in steiles, unwegsames Gelände. Sie setzten den Abstieg fort, rutschten dabei jeweils ein Stück weit ab und erlitten Schürfwunden. Vor einer Felswand konnten sie nicht mehr weiter, "sie blieben dort sitzen", schilderte der Bergretter.

29 Bergretter waren im Einsatz

Ein Verwandter eines Wanderers alarmierte gegen 21.25 Uhr die Einsatzkräfte, weil der Angehörige am Abend nicht nach Hause zurückgekehrt war und er ihn am Handy nicht mehr erreichen konnte. Der Akku des Mobiltelefons des Pensionisten war leer. Insgesamt 29 Bergretter der Ortsstellen St. Gilgen, Strobl und St. Wolfgang machten sich mit zwei Bergrettungshunden auf die Suche nach den Vermissten, deren Standort nicht bekannt war.

Erst gegen 4 Uhr früh konnten die Pensionisten gefunden werden

Schließlich bemerkten einige Bergretter den Lichtschein einer Taschenlampe und hörten Schreie. Gegen 4.00 Uhr konnten die freiwilligen Helfer die Oberösterreicher erreichen. Sie leisteten Erste Hilfe und sicherten die beiden am Seil aus der Klamm. Die Pensionisten wurden im Einsatzfahrzeug ins Tal gefahren, wo sie vom Roten Kreuz versorgt wurden.

Der Einsatz habe sich bei Dunkelheit und in dem alpinen Gelände, das durch den Regen nach Mitternacht auch noch nass und rutschig geworden ist, schwierig gestaltet, sagte Grabner. Zum Glück seien die Außentemperaturen mild gewesen und der starke Gewitterregen habe erst in der Früh eingesetzt, als die Oberösterreicher bereits geborgen waren. Die Wanderer seien nur leicht mit Shorts und Hemd bekleidet gewesen.

Quelle: SN

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