Chronik

Neue Bürgermeisterkandidaten in Annaberg-Lungötz und Kuchl

In Kuchl hat die Erkrankung von Bürgermeister Andreas Wimmer die Pläne der Orts-ÖVP durchkreuzt. In Annaberg-Lungötz tritt nach langem Hin und Her ein Quereinsteiger für die ÖVP gegen SPÖ-Herausforderer Martin Promok an.

Krankheitsbedingt geht in Kuchl nicht Bürgermeister Andreas Wimmer für die ÖVP ins Rennen. An seiner statt hat die Ortspartei vergangene Woche bei einem außerordentlichen Parteitag den langjährigen Gemeinderat Thomas Freylinger mit 100 Prozent der Stimmen nominiert. "Es ist eine außergewöhnliche Situation, eigentlich war geplant, dass ich erst vor der nächsten Wahl übernehme", sagt Freylinger im TN-Gespräch. Er will den Leerstand im Kuchler Markt bekämpfen, zum Beispiel mit einem Coworking-Gemeinschaftsbüro, mehr Ärzte ins neue Ärztezentrum locken ("gerade am Land braucht es Infrastruktur") und die Vereine stärken, "sie sind der Grund, warum Kuchl keine Schlafgemeinde ist". So könnte ein ehrenamtliches Engagement künftig zum Beispiel Pluspunkte bei der Vergabe von Gemeindewohnungen oder -baugründen bringen.

Kandidat würde seinen Traumjob aufgeben

Der 46-Jährige leitet derzeit die Abteilung "Personal, Recht & Steuern" der Salzburger Festspiele - sein "Traumjob", wie er sagt, den er im Falle einer erfolgreichen Wahl dann im Sommer 2019 aufgeben würde. Am Bekanntheitsgrad des gebürtigen Kuchlers sollte es dabei nicht scheitern: Seit 20 Jahren sitzt er in der Gemeindevertretung, seit 2010 im Vorstand und später im Aufsichtsrat der Raika Kuchl, zudem ist er langjähriges Mitglied der Trachtenmusikkapelle. Arbeitsreich wird es ab dem Frühjahr 2019 für ihn so oder so: Er und seine Familie beginnen dann mit dem Hausbau in Kuchl.

Feuerwehr-internes Duell in Annaberg-Lungötz

In Annaberg sieht es nach einem Duell zweier Feuerwehrkollegen aus. Für die SPÖ tritt Martin Promok an. Er will sich für den Erhalt aller Kindergarten- und Volksschulstandorte des Ortes starkmachen, für einen Erhalt der Kopfbergbahn sowie für günstigen Wohnraum. Der 40-Jährige sitzt seit zehn Jahren in der Gemeindevertretung, arbeitet bei der Bezirkshauptmannschaft St. Johann und ist Zugskommandant der freiwilligen Feuerwehr.

Für die ÖVP wird nach langem Hin und Her doch nicht Langzeitortschef (seit 25 Jahren) Josef Schwarzenbacher antreten, sondern Christian Hirscher - der 39-Jährige wurde am Montagabend, 3. Dezember, offiziell vom Ortsparteivorstand nominiert. Der Quereinsteiger ist Gemeindebediensteter im örtlichen Bauhof - und Promoks Stellvertreter als Zugskommandant bei der Feuerwehr.

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