Chronik

Neue Direktorin spielt Theater

Die Tage von Thomas Körner an der Volksschule Edt-Mödlham sind gezählt. "Herdi", wie er von Kindern, Kolleginnen und Eltern liebevoll genannt wird, geht in Pension. Ihm folgt Julia Marinello.

Sie steht am grünen Berg. Seit 110 Jahren beherbergt die Volksschule in Edt-Mödlham Kinder aus dem Schulsprengel Seekirchen. Einst wurde die Schule von Bauern gebaut, um ihren Kindern den Fußmarsch bis zu zehn Kilometer in die nächste Schule zu ersparen.

Zur Zeit sitzen 33 Schüler in zwei altersgemischten Klassen an den Tischen. Thomas Körner ist seit 2010 Direktor, in ein paar Tagen ist seine Zeit an der familiär geführten Schule Geschichte. Vorher war der 65-jährige Seekirchner an der Volksschule in Berndorf ebenfalls Leiter. Leicht fällt es dem Direktor nicht, die Tür hinter sich zuzumachen. Er hat in Mödlham Kreativstunden eingeführt. So haben die Dritt- und Viertklassler zwei Stunden Werken pro Woche, die Erst- und Zweitklassler je eine Zeichnen und Werken. Daraus entstanden tolle Dinge, wie der Dinosaurier im Foyer der Schule aus Holz und Pappmaché oder das Insektenhotel vor dem Haus.

Seine Nachfolgerin ist seit dem Jahr 2011 an der Schule, davor war sie in Eugendorf und in München tätig. Die 42-Jährige wird den musisch-kreativen Schwerpunkt weiterführen und im Atelierunterricht auf Theaterpädagogik setzen. Dazu lädt sie Regisseurin und Schauspielerin Daniele Meschtscherjakov, die in Mödlham wohnt, für Workshops ein. "Wir machen eine kleine Theatergruppe. Darauf freue ich mich schon sehr", sagt Julia Marinello. Sie ist Schriftführerin im Theaterverein Henndorf und liebt Theaterspielen.

Zum Dreier-Team gehört Luise Reinhardt. Sie ist seit 25 Jahren in Mödlham und Stammlehrerin der dritten und vierten Klasse. "Es ist das kleine Schulhaus und die wenigen Kinder, die das Unterrichten hier ausmachen. Jeder kennt jeden mit Namen, und auch die Eltern habe ich teilweise schon gehabt", sagt die Eugendorferin.

Apropos: Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist an dieser kleinsten Schule im Schulsprengel außerordentlich. Dem Elternverein gehörten 100 Prozent der Eltern von Volksschul- und Kindergartenkindern an. Es gibt keinen Mitgliedsbeitrag zu zahlen, dafür organisieren und arbeiten die Eltern bei Sonnwendfest und Adventmarkt, woraus sie Exkursionen oder Landschultage finanzieren. Die Schulleitung setzt auf reformpädagogisches Arbeiten. So gibt es einmal die Woche einen Klassenrat mit einem "Präsidenten" und allen Kindern - zur Zeit sind es 33 - und Lehrern sowie einmal im Monat eine Verhandlung, wo Dinge, "die das Zusammenleben erleichtern", ausdiskutiert werden. "Wir stehen nur beratend zur Seite", sagt Körner, der den Klassenrat einführte.

In der Pension wird ihm nicht langweilig: Segeln, Garteln, Städtereisen ... aber abgehen werden sie ihm schon, "die alten Mauern, die so beruhigend auf die Kinder wirken". Jetzt geht's erstmal in die Ferien, und ab September beginnen Julia Marinello, Luise Reinhardt und eine neue Kollegin gut erholt das neue Schuljahr.

Und auch in der größten Volksschule im Bezirk tut sich etwas Neues. Die Schulleiterin Jutta Willinger geht mit Ende des Jahres in Pension.

Aufgerufen am 23.08.2019 um 05:52 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/neue-direktorin-spielt-theater-72939022

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