Chronik

Neue Flughafenpiste eröffnet: Salzburg ist wieder aus der Luft zu erreichen

Nach fünf Wochen Sperre starten und landen die ersten Flugzeuge am Airport. Den Auftakt machte am Dienstagabend eine Eurowings-Maschine.

Der Regen bei der Eröffnung der neuen Start- und Landebahn am Dienstagabend hat die Feierstimmung kaum getrübt. "Es freut mich, dass die Eröffnung bei schlechtem Wetter stattfindet", scherzte Helmut Atzlinger, Geschäftsführer der Arge Strabag-Porr vor den Gästen im Terminal 2.

Die Witterung der vergangenen Wochen hatte den Arbeitern einiges abverlangt. Am 5. Mai, als eine dünne Schneeschicht die Baustelle bedeckte, stand die Sanierung sogar still. Trotz aller Widrigkeiten wurde der Eröffnungstermin eingehalten. Eine Eurowings-Maschine weihte die neue Bahn nach fünfwöchiger Pause offiziell ein. Pünktlich um 21 Uhr setzte der Flieger auf. Zuvor hatte Erzbischof Franz Lackner der Piste seinen Segen erteilt.

Auch finanziell sei das Soll eingehalten worden: Die Kosten liegen laut Airport mit rund 32 Millionen Euro im Plan. Zusätzlich rechnet der Flughafen mit dem Entfall von Landegebühren und Einnahmen aus dem Non-Aviation-Geschäft (darunter fallen Gastronomie und Parkraumbewirtschaftung, Anm.) von bis zu zehn Millionen Euro. "Ich denke, dass wir rund 100.000 Passagiere weniger haben werden - je nachdem, wie viele das Fliegen nachholen", meinte Direktorin Bettina Ganghofer. "Ich hoffe, besonders viele." Das erfolgreiche erste Quartal lässt hoffen: Die Passagierzahl war um mehr als sieben Prozent auf 705.893 gestiegen.

Zumindest dürfte die Piste nun für drei Jahrzehnte halten, schätzt man offiziell. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl (ÖVP), lehnte sich da noch weiter aus dem Fenster: "Ich bin überzeugt, dass das länger hält als 30 Jahre. So perfekt ist das gebaut worden."

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