Chronik

Neue Glocken läuten in Golling

Der Glockenstuhl der Pfarrkirche in Golling war morsch geworden. Mit der Sanierung wurden auch drei von vier Glocken erneuert.

Eine Generalsanierung des Glockenstuhls war nicht mehr zu vermeiden. Daher wurden rund um Ostern die vier Glocken der Pfarrkirche Golling abgenommen. Drei davon wurden aussortiert, sie gingen an private Interessenten. Die vierte und kleinste Glocke ließ man überarbeiten. Sie wurde am Sonntag zusammen mit den neuen Glocken in einem Festgottesdienst am Egelsee in Golling von Pfarrer Richard Schwarzenauer gesegnet.

Am Montag werden sie in den Kirchenturm der Pfarrkirche aufgezogen, wie Rosina Putz vom Gollinger "Pfarrblatt"-Team am Sonntag erzählte. Und wann werden die Glocken wieder läuten? "Es wird voraussichtlich bis Fronleichnam dauern", sagte Putz. Es fehlten einzig und allein noch die Klöppel für die neuen Glocken, die bis zum Segnungstermin am Sonntag nicht geliefert werden konnten.

Nötig geworden war die Sanierung, weil der alte Glockenstuhl morsch war. Die Holzkonstruktion musste generalsaniert werden, weil es Schwachstellen gab und Feuchtigkeit eingedrungen war. Intakte Holzbalken wurden aber nach einer Vorgabe des Denkmalschutzes weiterhin verwendet.

Im Zuge dieser Sanierung hat man sich auch entschlossen, drei der vier Glocken auszutauschen. Frühere Glocken waren im Ersten Weltkrieg abgenommen und eingeschmolzen worden. Die nachfolgenden Stahlglocken aus 1922 von Böhler in Kapfenberg hatten ihre Lebensdauer von rund einem Jahrhundert erreicht. Putz: "Die kleinste Glocke konnte überarbeitet werden. Sie wurde 2004 in der Werkstatt vom Kloster Maria Laach in der Vulkaneifel in Deutschland gegossen und war ein Geschenk des früheren Gollinger Pfarrers Josef Resch."

Die neuen Glocken sind aus Glockenbronze (79 Prozent Kupfer und 21 Prozent Zinn) und wurden von der Glockengießerei Grassmayr in Innsbruck hergestellt, die zu den traditionsreichsten Gießereien weltweit zählt und als Familienbetrieb in der 14. Generation geführt wird. Die Sanierungskosten für Glocken und Glockenstuhl belaufen sich insgesamt auf rund 110.000 Euro. Auf den neuen Glocken stehen unter anderem als Aufschriften "Laudate omnes gentes, laudate Dominum" (Lobet alle Völker, lobet den Herrn) und "Iesus Christus heri et hodie idem, et in saecula" (Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit).

Besonders engagiert haben sich rund um die Generalsanierung des Glockenstuhls und die Neuanschaffung der Glocken der scheidende Pfarrgemeinderats-Obmann Andreas Seidl und Pfarrassistentin Martina Welte.

Aufgerufen am 05.07.2022 um 09:16 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/neue-glocken-laeuten-in-golling-121715362

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