Chronik

Neue Koordinierungsstelle: Polizei Salzburg will Raserei künftig stärker kontrollieren

Zu schnelles Fahren soll in Salzburg künftig stärker kontrolliert werden. Die Polizei richtet zudem eine neue Koordinierungsstelle ein, um diese Kontrollen stärker abzustimmen - auch mit anderen Bundesländern.

 SN/land salzburg / neumayr – leop

Nachdem diese Woche ein Fünf-Punkte-Plan gegen extreme Raserei im Ministerrat beschlossen wurde, präsentierte das Land Salzburg am Freitag weitere Maßnahmen für das Bundesland. So soll künftig innerhalb der Landesverkehrsabteilung der Salzburger Polizei eine Koordinierungsstelle eingerichtet werden. Zudem werde die Polizei ab sofort vermehrt Schwerpunktkontrollen durchführen und ein verstärktes Augenmerk auf die Tuningszene legen. Das soll die Verkehrssicherheit in Salzburg erhöhen.

"Die Strafverschärfungen für extreme Raserei werden nun endlich auf Bundesebene bis zum Sommer umgesetzt. Als Bundesland haben wir uns zudem noch für weitere Schritte entschieden, um der Szene den Kampf anzusagen. Durch eine eigene Stelle soll die gesamte Koordination verbessert und die Kontrolldichte weiter erhöht werden. Diese Maßnahme ist eine wichtige Ergänzung zu den drastischen Verschärfungen der Strafen für wirkliche Raser", betont Verkehrslandesrat Stefan Schnöll.

Strenge und zahlreiche Kontrollen

Die Landespolizeidirektion setzt bei den künftigen Kontrollen noch stärker auf die Einbindung der örtlichen Inspektionen. "Die Polizei vor Ort weiß meist am besten Bescheid, wo rücksichtslose Verkehrsteilnehmer unterwegs sind oder wo sich Teilnehmer von illegalen Straßenrennen organisieren. Die Zusammenarbeit soll durch eine zentrale Koordination in der Verkehrsabteilung noch besser werden, damit die Polizei noch gezielter eingreifen kann", so Schnöll. "Uns geht es bei all diesen Maßnahmen um eine verstärkte Kontrolle von wirklichen Rasern und nicht um eine erhöhte Radarpräsenz bei übersichtlichen 30er-Zonen."

Polizei: Spezielles Augenmerk auf Tuningszene

Landespolizeidirektor Bernhard Rausch begrüßt die geplanten gesetzlichen Neuerungen ebenfalls und wird diese durch operative Maßnahmen in der Praxis umsetzen. Darüber hinaus wird es regelmäßige Schwerpunktkontrollen mit der mobilen Kfz-Prüfstelle des Landes geben, um Tuningfahrzeuge, die nicht der Norm entsprechen und somit auch nicht zugelassen sind, verstärkt aus dem Verkehr zu ziehen. "In Abstimmung mit den Verantwortlichen der Kfz-Prüfstelle werden wir deshalb regelmäßige Kontrollen bei diesen Treffen durchführen, um illegale Fahrzeuge aufzuspüren", so der Landespolizeidirektor.

Richtsätze werden an neuen Strafrahmen angepasst

Durch die Erhöhung des Strafrahmens für massive Geschwindigkeitsüberschreitungen auf 5000 Euro haben nun auch die Länder die Möglichkeit, die durch die Strafbehörden anzuwendenden Richtsätze entsprechend zu erhöhen. "Die Anpassungen des Landes Salzburg folgen in den kommenden Wochen, sodass mit der Novellierung des Gesetzes die erhöhten Strafen sofort wirken", sagt Verkehrslandesrat Schnöll.

Mehr zivile Streifen

Der Kampf gegen Raser wird auch durch eine zusätzliche Maßnahme, die von Innenminister Karl Nehammer bereits angekündigt wurde, unterstützt werden. Noch in diesem Jahr sollen zusätzliche Zivilfahrzeuge auch in Salzburg bereitstehen, um eine effizientere Überwachung durch die Polizei zu gewährleisten.

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