Chronik

Neue Radbrücke in Salzburg: Aufwind für Radfahrer

Mit der Eröffnung der neuen Rad- und Gehwegbrücke über die Rudolf-Biebl-Straße ist am Freitag in Salzburg ein zentraler Lückenschluss im Radwegenetz der Stadt erfolgt.

Neue Radbrücke in Salzburg: Aufwind für Radfahrer SN/stadt salzburg
Baustadträtin Barbara Unterkofler eröffnet die neue Radbrücke.

71 Tonnen schwer, 39 Meter lang, dreieinhalb Meter breit, ein rutschfester Belag: Das samt Rampen 1,3 Millionen Euro teure Projekt entschärft nicht nur eine Gefahrenstelle, sondern verkürzt auch die Fahrzeit in mehrere Stadtteile.

Die neue Brücke soll das Radeln in der Stadt nicht nur sicherer, sondern auch attraktiver machen. Laut einer Verkehrserhebung der Stadt aus dem Jahr 2012 werden bereits ein Fünftel aller Wege in Salzburg mit dem Rad zurückgelegt, der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) reiht Salzburg nach Innsbruck und Bregenz unter jene Landeshauptstädte mit dem höchsten Radverkehrsanteil. Nächster Schritt im November Bereits im November wird die nächste Fördermaßnahme fertiggestellt, dann eröffnet am Hauptbahnhof eine große Fahrradgarage mit 600 Stellplätzen und 64 versperrbaren Radboxen. Allerdings gibt es noch Potenzial nach oben. So wird in der Landeshauptstadt seit bald zwei Jahren die Einführung des flächendeckenden Leihradsystems "S-Bike" mit 50 Verleihstationen und 500 Fahrrädern angekündigt. Das Projekt ist fertig, Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) - an sich ein glühender Befürworter des Radverkehrs - verweigerte zuletzt allerdings seine Zustimmung. Die Betriebskosten seien nicht abschätzbar.

"Mir ist das finanzielle Risiko bei dem Projekt zu riskant. Die Stadt ist kein Radverleih. Wir sind kein Unternehmen, da müssen Private ran", sagte Schaden am Freitag zur APA. Ihm zufolge gäbe es durchaus Kandidaten, so sollen etwa Werbefirmen Interesse bekundet haben. Er werde der zuständigen Baustadträtin Barbara Unterkofler (NEOS) empfehlen, das Projekt neu auszuschreiben.

Das Leihrad-Projekt ist mit 1,83 Millionen Euro Investitionskosten budgetiert, der Betrieb soll sich laut den Initiatoren nach zwei Zuschuss-Jahren (dafür werden in Summe weitere 700.000 Euro bereitgestellt) ab dem dritten Betriebsjahr selbst finanzieren. Daran zweifelt Schaden. Statt wie geplant diesen September zu starten, rechnete der städtische Radverkehrskoordinator Peter Weiß am Freitag mit einer Umsetzung "frühestens" 2016.

Nicht ganz nach Wunsch der Radverkehrs-Befürworter läuft derzeit auch die Anbindung des Umlandes: Die Idee einer Hauptradwegeverbindung von Hallein bis nach Oberndorf im Flachgau mit einem vier Meter breiten Fahr- und Gehstreifen (das wäre speziell für Pendler mit Elektrorädern oder Pedelecs interessant) scheitere derzeit am Widerstand der Bürgermeister, sagte Weiß.

Quelle: APA

Aufgerufen am 20.11.2018 um 10:46 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/neue-radbruecke-in-salzburg-aufwind-fuer-radfahrer-3089254

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