Chronik

Neue Salzburger Gepardin soll für Nachwuchs sorgen

Im Februar ist Jala in den Zoo Salzburg übersiedelt. Die Verantwortlichen hoffen auf baldigen Nachwuchs. Die Zucht von Geparden ist allerdings schwierig. Der Grund: Gepardenweibchen sind wählerisch.

Anfang Februar übersiedelte die junge Gepardin Jala in den Zoo Salzburg. Noch befindet sie sich in der Eingewöhnungsphase und lebt hinter den Kulissen. Jala gibt sich aber entspannt und genießt die sonnigen Tage. Kuratorin Lisa Sernow erinnert sich an die ersten Momente nach der Ankunft der Gepardin: "Erst verhielt sie sich zurückhaltend und musterte uns aus der Sicherheit ihrer Transportbox. Wir haben sie dann in Ruhe gelassen. Nach wenigen Minuten hat sie bereits eine der Außenanlagen erkundet und die neuen Gerüche aufgenommen." Für Besucher wird Jala in etwa vier bis fünf Wochen - also rund um Ostern - zu sehen sein.

2019 wurde Jala im Opel-Zoo in Hessen geboren

Geboren wurde Jala zusammen mit fünf männlichen Wurfgeschwistern am 23. Juni 2019 im Kronberger Opel-Zoo in Hessen (Deutschland). Für ihre Mutter Jamari war es der erste Nachwuchs. Für den Opel-Zoo bildete das Sextett die erste Nachzucht der auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion als gefährdet gelisteten afrikanischen Katzenart. In freier Wildbahn leben nur noch rund 7000 ausgewachsene Exemplare der als schnellstes Landsäugetier geltenden Raubkatze.

Mindestens zwei männliche Geparde sollen zur Auswahl stehen

"Die Zucht von Geparden ist schwierig", sagt Zoo-Chefin Sabine Grebner. "In Salzburg hatten wir 2018 zum letzten Mal Nachwuchs bei den Geparden. Damals brachte unsere Aeris vier gesunde Jungtiere zur Welt. Neben ihr ruhen unsere Hoffnungen auf Nachwuchs nun auch auf Jala." Weshalb ist die Zucht der schönen Hochgeschwindigkeitsjäger so schwierig? "Die einzelgängerisch lebenden Gepardenweibchen sind wählerisch. Sie möchten sich, wie in freier Natur auch, ihren Paarungspartner aussuchen", erklärt Lisa Sernow. "Somit sollten einem Weibchen mindestens zwei männliche Geparde zur Auswahl angeboten werden. Deshalb ist es wichtig, männliche und weibliche Tiere in getrennten Bereichen zu halten, da sie sonst das Interesse aneinander verlieren. Außerdem gibt es keine festgelegte Paarungszeit."

Hoffen auf die Gepardenbrüder Kani und Ruan

Die beste Zeit für eine erste Trächtigkeit bei Geparden ist im Alter zwischen zwei und fünf Jahren. "Damit ist Jala genau im richtigen Alter. Nun bleibt zu hoffen, dass einer unserer beiden Gepardenbrüder Kani und Ruan ihren Ansprüchen genügt", sagt Zoo-Chefin Grebner mit einem Augenzwinkern.

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