Chronik

Neue Stolpersteine führen vom Tennengau nach Spanien

Am 20. August verlegt Hallein Gedenksteine für zwei Einheimische, die gegen den Faschismus in Spanien gekämpft haben.

Neue Stolpersteine führen vom Tennengau nach Spanien SN/archiv des museums auschwitz/birkenau
Der Halleiner Franz Pföss im KZ

An ein fast vergessenes Kapitel der Zeitgeschichte werden bald zwei kleine Denkmäler in Hallein erinnern. Am 20. August verlegt Hallein zwei Stolpersteine für zwei Männer, die gegen den Faschismus in Spanien gekämpft haben.

Auf einer Mauer der Erinnerung in der spanischen Stadt Cordoba findet sich unter vielen Namen jener von "George Freisinger". Der 1908 in Hallein geborene Georg Freisinger, Hilfsarbeiter und Maurer, fuhr im Februar 1937 über Lyon nach Spanien, um sich den internationalen Brigaden im Kampf gegen die faschistischen Truppen von General Franco anzuschließen. Das fand der Initiator des Personenkomitees Stolpersteine Hallein, Vizebürgermeister Walter Reschreiter, heraus. Im April 1937 geriet Freisinger in Gefangenschaft. Im Oktober des selben Jahres erkannte ihm die Bezirkshauptmannschaft Hallein die österreichische Staatsbürgerschaft ab. "Ein Kriegsgericht in Cordoba verurteilte ihn wegen des Delikts der Rebellion zum Tod", weiß Reschreiter. Am 7. März 1938 um Mitternacht wurde der Halleiner, ein revolutionärer Sozialist, an der Mauer des Friedhofs Nuestra Senora de la Salud erschossen. An seiner letzten Wohnadresse in der Wiesengasse wird ihn ein Stolperstein würdigen.

Weiterlesen mit dem SN-Digitalabo

7 Tage lang kostenlos und unverbindlich.

Ihr 7-Tage-Test ist bereits abgelaufen. Lesen Sie jetzt weitere 30 Tage kostenlos.

Mehr Infos

Sie sind bereits Digitalabonnent?

Aufgerufen am 19.09.2018 um 07:14 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/neue-stolpersteine-fuehren-vom-tennengau-nach-spanien-1167670