Chronik

Neuer Primar und Kassenpraxis für Gynäkologie in Landesklinik

Am 3. Februar ist Dienstbeginn für Ulrich Steinhart an der Gynäkologie- und Geburtshilfestation in der Landesklinik Tamsweg. Ab 1. April ist weiters eine Kassenpraxis geplant.

Ulrich Steinhart ist neuer Primar für Gynäkologie in Tamsweg. Bild: SALK/my life photos SN/sw
Ulrich Steinhart ist neuer Primar für Gynäkologie in Tamsweg. Bild: SALK/my life photos

Mit einem externen Ärzteteam wurde die gynäkologische Abteilung ab April 2019 aufrechterhalten. Entsprechend riesig war die Freude, als Ulrich Steinhart Mitte Juli seinen Dienstvertrag für die vakante Primarstelle unterschrieben hat. Auf die Stelle aufmerksam geworden ist er über einen Arztkollegen im März. Das Krankenhaus und somit die Umstände mit der SALK-Übernahme und Generalsanierung kannte er damals noch nicht. "Ich wusste von früher, dass das Spital immer wieder gefährdet war, zugesperrt zu werden", sagt der 56-Jährige.

Mit dem neuen Stand an Informationen wurde die Stelle plötzlich äußerst attraktiv. "Ich habe mich am letzten Tag der Bewerbungsfrist beworben. Erst danach habe ich mir ein umfassendes Bild vor Ort gemacht und war von der positiven Stimmung und den Begebenheiten vor Ort begeistert und beeindruckt." Es folgten erste Gespräche mit der ärztlichen Leitung: "Es war sehr angenehm, kollegial und informativ. Ich habe gemerkt, dass eine sehr positive Atmosphäre herrscht."

Anfang Juni folgte eben das Hearing mit der SALK per Videokonferenz. "Ich freue mich auf die Aufgabe. Es ist eine riesengroße Herausforderung. Man wird auch den chirurgischen Teil in der Frauenheilkunde noch weiter ausbauen können. Ziel ist eine hohe lokale Versorgungsqualität im vertrauten Umfeld." Im Ärzteteam befindet sich mit Oberarzt Tibor Döme ein erfahrener Gynäkologe. In der Geburtshilfe sind vier Hebammen im Einsatz. "Die neue Station ist auf modernstem Stand. Alle Voraussetzungen der Infrastruktur sind gegeben. Eine Hülle gehört aber mit Leben befüllt. Diesen Enthusiasmus spürt man in Tamsweg." Rund 160 bis 180 Geburten sind es in der Landesklinik Tamsweg pro Jahr. "Ich glaube, dass es noch Potenzial nach oben gibt. Wir übernehmen mit Freude die Verantwortung für junge Familien. Es ist eine große Herausforderung, ärztlich darin zu arbeiten. Es geht um ein lokales, hochqualitatives Gesundheitsangebot. Diese regionalen Vorteile sollen junge Familien spüren, dann werden sie das Angebot auch annehmen. Die Geburt ist ein wunderschönes Ereignis. Daher ist eine funktionierende Abteilung, die nach außen beliebt ist, sehr wertvoll."

Seit 21 Jahren ist der gebürtige Klagenfurter Gynäkologe: "Ich sehe es als Privileg, eine Geburt zu begleiten. Es ist eine unglaubliche Leistung der Mutter. Ich bin davon überzeugt, dass Kinder spüren, dass sie freudvoll erwartet werden. Geburtshilfe verlangt sehr viel Flexibilität, auch das lehrt uns ein Kind. Sie ist nicht planbar, unberechenbar und spannend."

Dienstbeginn ist am 3. Februar. Ab 1. April ist weiters eine Kassenpraxis in der Landesklinik geplant. Wohnhaft ist der neue Primar in Ramingstein. Als gebürtiger Kärntner war er immer wieder mal im Lungau zu Besuch bei Freunden oder auch zum Skifahren. "Es gibt überall schöne Flecken, aber wenn man die Schönheit der Natur schätzen kann, dann ist der Lungau ein Ort, der einem als solches besonders auffällt."


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