Chronik

Neues Paracelsus Bad: Kurhausbetrieb startet am Montag

Während die Bauarbeiten am neuen Paracelsus Bad & Kurhaus noch laufen, kann ein Teil bereits am Montag in Betrieb genommen werden.

Läuft alles nach Plan, werden im neuen Paracelsusbad in der Stadt Salzburg die ersten Badegäste Ende September ihre Bahnen ziehen. Die Arbeiten an der verglasten Badelandschaft gehen in die letzte Etappe.

Bereits am Montag startet der Betrieb im neuen Kurhaus. "Die moderne Ausstattung wird die Salzburger begeistern", meint Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP). Betriebsleiter Gerhard Smöch vergleicht das Kurhaus gar mit einem "Privatsanatorium plus". Insgesamt investiert die Stadt 58 Mill. Euro. Ein Drittel des Geldes rinnt in die Technik. Sensoren überwachen das Raumklima.

"Im Haus sind vier große Technikzentren unsichtbar für die Besucher versteckt", erklärt Architekt Alfred Berger (Berger+Parkkinen Architekten). Das Gebäude werde in ein Kleid aus Lamellen gehüllt. Die Besucher haben durch die Fenster freie Sicht in den Park, sind aber vor den Blicken von Passanten geschützt.

In der Eingangshalle mit dem Café ziert Terrazzo mit Salzburger Kieselsteinen den Boden, die Wände sind mit geschliffenem Sandstein verkleidet. Die Therapie- und Behandlungsräume im Kurhaus sind technisch auf dem letzten Stand. Im Schnitt wurden im alten Kurhaus pro Jahr 15.000 Patienten aus Stadt und Land behandelt. Im neuen Gebäude könne man die Kapazität auf 20.000 Besucher steigern, sagt Smöch. Rund 105.000 Behandlungen werden jährlich durchgeführt. Zur Verfügung stehen 15 Räume für Physiotherapie, 25 Kabinen für Moorbehandlungen, sechs Moorbäder, Gymnastikräume und ein Unterwassertherapiebecken mit einem Hebelift. Durch ein Sichtfenster können die Therapeuten beobachten, ob die Patienten die Übungen richtig durchführen. Das Heilmoor aus Leopoldskron wird wie bisher direkt im Kurhaus aufbereitet.

Das alte Kurhaus wird bis zum Herbst abgetragen. "Dann errichten wir eine öffentliche Tiefgarage mit 30 Stellplätzen, die Ein- und Ausfahrt wird an der Schwarzstraße sein", kündigt Preuner an. In der Garage unter dem Bad werden 70 Autos Platz finden.

Nach dem Abriss des Kurhauses könnte auf der 1400 Quadratmeter großen Fläche im Besitz der Stadt die Kultur einziehen. Preuner: "Es gibt ja die Idee, ein Österreichisches Fotomuseum nach Salzburg zu holen, es würde sehr gut hierher passen." Die Stadt warte nun ab, ob es tatsächlich zur Gründung eines neuen Bundesmuseums komme. Denkbar sei an dem Standort sonst auch eine Seniorenresidenz oder das Headquarter einer Firma. Dazu müsste die Stadt den Grund aber wohl verkaufen.

Aufgerufen am 21.08.2019 um 01:52 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/neues-paracelsus-bad-kurhausbetrieb-startet-am-montag-72955909

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